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Bei Taser-Einsätzen genügte meist die Androhung

Mainz  

Bei Taser-Einsätzen genügte meist die Androhung

16.06.2019, 09:55 Uhr | dpa

Bei Taser-Einsätzen genügte meist die Androhung. Elektroschockpistole Taser

Ein mit zwei Simulationskassetten bestücktes "Distanz-Elektroimpulsgerät" (DEIG) Taser X2. Foto: Arne Dedert/Archivbild (Quelle: dpa)

Knapp 80 Mal hat die Polizei in diesem Jahr bisher Taser eingesetzt oder dies angedroht. Die Drohung mit der Elektroschockpistole habe in den meisten der 76 Fälle ausgereicht, teilte das Innenministerium auf Anfrage mit. Rheinland-Pfalz will die "Distanz-Impulsgeräte" (DEIG) als erstes Bundesland flächendeckend im Streifendienst einführen. Zunächst wurden die Oberzentren mit den Geräten ausgestattet, bis 2021 sollen die 72 Polizeiinspektionen welche erhalten.

27 Mal griffen Polizisten des Polizeipräsidiums Koblenz zum DEIG, es folgten die Präsidien in Kaiserslautern (20), Trier (15), Ludwigshafen (8) und Mainz (6). Achtmal kam es zum tatsächlichen Einsatz im Distanzmodus, dabei werden kurze Pfeile verschossen. Durch dünne Drähte wird dann Strom in den Körper geleitet. Das führt zu schmerzhaftem Muskelverkrampfen. Zehnmal erfolgt der Einsatz im Kontaktmodus, dabei wird das Gerät wie ein Elektroschocker eingesetzt, und zwei Mal in beiden Modi. In den restlichen Fällen genügte die Androhung.

In den meisten Fällen kamen die DEIG gegen "gewaltbereite Störer" oder "gewaltbereite Randalierer" zum Einsatz, die Dritte oder die Polizeibeamten selbst bedrohten. Dabei erlitten vier Personen Hautverletzungen, einmal gab es eine Sturzverletzung. Weiter ungeklärt ist der Fall eines 56-Jährigen, der nach einem Polizeieinsatz mit Taser am 18. Januar in Pirmasens starb. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken prüft noch, ob zwischen Taser-Einsatz und dem Tod des Mannes ein Zusammenhang besteht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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