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Friedliches Fest: Tausende feiern "Bunte Republik Neustadt"

Dresden  

Friedliches Fest: Tausende feiern "Bunte Republik Neustadt"

16.06.2019, 11:39 Uhr | dpa

Friedliches Fest: Tausende feiern "Bunte Republik Neustadt". Besucher des Stadtteilfestes "Bunte Republik Neustadt"

Dicht gedrängt gehen Besucher des Stadtteilfestes "Bunte Republik Neustadt" an Ständen vorbei. Foto: Jan Woitas/Archivbild (Quelle: dpa)

Mehrere tausend Besucher haben am Wochenende das Dresdner Szeneviertel Neustadt wieder zur "Bunten Republik" (BRN) gemacht. "Im Ganzen betrachtet war es bislang eine friedliche Veranstaltung", resümierte die Polizei am Sonntagnachmittag. Das Spektakel dauert traditionell noch bis in die Nacht. Mit einer kurzfristigen Hausbesetzung protestierte eine Gruppe in der Nacht zum Samstag gegen Mietwucher, steigende Obdachlosigkeit und Verdrängung in dem alternativen Stadtteil.

Seit Freitagabend sind rund 1000 Beamte im Einsatz, darunter auch von der Bereitschaftspolizei. Bis Sonntagnachmittag wurden nach Angabe der Behörden 89 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestellt. So wurden Besucher mit kleineren Mengen Drogen, vor allem Cannabis, oder nach dem Waffengesetz verbotenen Gegenständen wie Einhandmessern festgestellt, es gab Diebstähle, Beleidigungen, Körperverletzungen sowie Fälle von Widerstand gegen Beamte. "BRN eben, mit Alkohol und Rausch", sagte ein Polizeisprecher.

An einem leerstehenden Gebäude hängten die Aktivisten Plakate gegen Gentrifizierung sowie mit der Aufschrift "besetzt" aus Fenstern. "Wir waren in dem Haus, es gab keine Hinweise, dass sich dort noch Leute aufhalten", sagte der Polizeisprecher.

In einer Mitteilung kritisierte die Gruppe steigende Mieten und Wohnungsknappheit und forderte einen Kurswechsel "zur gemeinwohlorientierten Wohnungspolitik" mit bezahlbarem kommunalem Wohnraum und niedrigeren Mieten. "Wohnraum in der Stadt darf kein Geschäftsmodell sein, sondern ist ein Grundbedürfnis, das unabhängig von finanziellen und persönlichen Lebensumständen erfüllbar sein muss!"

Die "Bunte Republik Neustadt" wurde im Juni 1990 als alternativer Staat proklamiert und seither mit einem Stadtteilfest gefeiert. In der Vergangenheit kamen jeweils mehr als 100 000 Menschen, in früheren Jahren gab es auch immer wieder Krawalle. Kritiker beklagen den Wandel des einst politischen Straßenfestes zur "kommerziellen Massenveranstaltung".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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