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Weniger Tierversuche: Uni Magdeburg entwickelt Roboterfische

Magdeburg  

Weniger Tierversuche: Uni Magdeburg entwickelt Roboterfische

17.06.2019, 11:58 Uhr | dpa

Weniger Tierversuche: Uni Magdeburg entwickelt Roboterfische. Otto-von-Guericke-Universität

Das Gebäude der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archivbild (Quelle: dpa)

Wie verträglich sind Flusskraftwerke für Fische? Bislang wird das in Tierversuchen getestet - Wissenschaftler der Universität Magdeburg wollen sie künftig durch Roboterfische ersetzen. Die künstlichen Ersatzfische sollten Informationen über Strömungsbedingungen und die zu erwartenden Schädigungen von Fischen liefern, teilte die Universität Magdeburg am Montag mit. Die Roboterfische sollen sich arttypisch verhalten. Die Daten für die Simulation liefern zunächst mit Sensoren ausgestattete, lebende Fische.

Bislang werden laut Bundesinstitut für Risikobewertung an Wasserkraftwerken jährlich bis zu 450 000 Fische verwendet, um die Passage von Turbinen zu untersuchen und die Fischverträglichkeit zu testen. Viele Tiere verendeten dabei. Allein in Deutschland gibt es laut Uni 7000 kleinere und 400 große Laufwasserkraftwerke, die die Wanderwege der Fische unterbrechen. Die Betreiber müssten nachweisen, dass sie die Fischpopulation nicht nachhaltig schädigen.

Der Bund fördere das auf drei Jahre angelegte Roboter-Projekt seit März mit 1,4 Millionen Euro. Langfristig sollten gar keine Fische mehr für die Gutachten eingesetzt werden müssen. Damit das gelingen kann, arbeiten Forscher verschiedener Disziplinen zusammen, beispielsweise Biologen, Wasserbauer, Strömungsmechaniker und Mikroelektroniker. Als Projektpartner sind nach Angaben der Uni Magdeburg Forschungseinrichtungen in Dresden, Jena und Stuttgart dabei sowie das Centre for Biorobotica der Technischen Universität Tallin in Estland.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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