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Tom Tailor bekommt mit Geldspritze etwas Luft

Hamburg  

Tom Tailor bekommt mit Geldspritze etwas Luft

17.06.2019, 12:00 Uhr | dpa

Tom Tailor bekommt mit Geldspritze etwas Luft. Tom-Tailor-Bügel

Tom-Tailor-Bügel hängen in einer Show-Filiale in Hamburg. Foto: Christian Charisius/Archivbild (Quelle: dpa)

Die angeschlagene Modekette Tom Tailor kann sich dank einer Geldspritze ihres chinesischen Großaktionärs Fosun ein wenig Luft verschaffen. Fosun wolle das Unternehmen mit einem kurzfristigen Darlehen in Höhe von 18,5 Millionen Euro unterstützen, teilte Tom Tailor am Sonntagabend in Hamburg mit.

Auch die Konsortialbanken halten erst einmal still: Sie setzen eine am 30. Juni fällige Tilgung in Höhe von 7,5 Millionen Euro bis Mitte August aus.

Tom Tailor wollte die kriselnde Tochterfirma Bonita im März an die niederländische Victory & Dreams International Holding verkaufen, doch der Verkauf scheiterte an der fehlenden Zustimmung der Banken. Das Unternehmen, das auf Mode für Frauen ab 50 spezialisiert ist, verlor zuletzt fortlaufend Umsatz. Nun sollen für Bonita alle strategischen Optionen erneut geprüft werden. Tom Tailor hatte Bonita erst 2012 übernommen, konnte das Unternehmen aber nicht erfolgreich in die Gesamtstrategie integrieren.

Das Industrie- und Handelskonglomerat Fosun mit Sitz in Hongkong ist seit 2014 an Tom Tailor beteiligt, hatte seine Anteile zuletzt auf gut 35 Prozent erhöht und ein Übernahmeangebot vorgelegt. Darüber ist noch nicht entschieden. Die Vorlage des Jahresabschlusses wurde ebenso vertagt wie die Hauptversammlung der Aktiengesellschaft.

Durch den heißen Sommer des Vorjahres und die aktuellen Entwicklungen im Textil-Einzelhandel waren zuletzt mehrere Unternehmen der Branche in Schwierigkeiten geraten oder mussten sogar den Gang zum Insolvenzrichter antreten, so wie Gerry Weber. Zu den allgemeinen Branchenproblemen kommen bei Tom Tailor auch hausgemachte Fehler, wie zum Beispiel ein mangelhaft entwickelter Online-Handel.

Die endgültige Zustimmung zu den Maßnahmen steht noch aus. Die Partner müssten sich noch über die finalen Bedingungen einigen sowie verbindliche Verträge abschließen und ihre Gremien befragen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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