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Uni-Präsidentin sieht Defizite in der Lehrerausbildung

Augsburg  

Uni-Präsidentin sieht Defizite in der Lehrerausbildung

17.06.2019, 13:32 Uhr | dpa

Uni-Präsidentin sieht Defizite in der Lehrerausbildung. Sabine Doering-Manteuffel

Sabine Doering-Manteuffel, Präsidenten der Universität, lehnt ihren Kopf an ihrer linke Hand. Foto: Stefan Puchner/Archiv (Quelle: dpa)

Die Präsidentin der Augsburger Universität, Sabine Doering-Manteuffel, sieht Defizite in Bayerns Lehrerausbildung. "Die Welt dreht sich immer schneller und die Politik kann häufig nur reagieren", sagte sie der Tageszeitung "Augsburger Allgemeine" (Montag). "Es dauert meist Jahre, bis die Prüfungsordnungen für das Lehramtsstudium angepasst werden. Man muss befürchten, dass die Lehrer bei Themen wie Digitalisierung, Heterogenität oder Klimawandel bisweilen nicht genügend vorgebildet sind, um die Inhalte den Schülern zu vermitteln."

Die Politik setze sehr viel an der technischen Ausstattung der Schulen mit Tablets, Smartboards und Laptops an. "Das Problem liegt aber gleichermaßen in der Professionalisierung der Lehrkräfte. Man kann Kinder nicht einfach vor den Laptop setzen und sie damit spielen lassen", sagte die Uni-Präsidentin. "Lehrer müssen vielmehr in die Lage gebracht werden, den Schülern digitale Kompetenzen vermitteln zu können." Das werde in der Ausbildung in Bayern noch nicht systematisch gefördert.

Ein Problem sei dabei, dass den angehenden Lehrern in ihrem Studium weiterhin auch alle fachlichen Inhalte vermittelt werden müssten. Es sei deshalb schwer, alle Zusatzaufgaben unterzubringen, die durch den gesellschaftlichen Wandel auf sie zukommen. "Hier müsste man auch über eine Ausweitung der Studienzeiten nachdenken."

Die Universitäten seien 2017 mit einem Konzept zur Weiterentwicklung der Lehrerbildung auf die Staatsregierung zugegangen. "Leider wurde aber keiner unserer Vorschläge berücksichtigt", sagte Doering-Manteuffel. "Unsere Experten wären sofort bereit, an einer Reform des Lehramtsstudiums mitzuwirken."

Grundschullehrer müssten nach Auffassung der Uni-Präsidentin etwa besser darauf vorbereitet werden, dass ihre Schüler - Stichwort Heterogenität - unterschiedliche Sprachen sprechen und unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben. "Das kann man nicht allein durch mehr Lehrer lösen. Vielmehr muss der einzelne Lehrer durch sein Studium und Fortbildungen in die Lage versetzt werden, darauf reagieren zu können."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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