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Bundesanwaltschaft lädt Zeugen in "Nordkreuz"-Verfahren vor

Karlsruhe  

Bundesanwaltschaft lädt Zeugen in "Nordkreuz"-Verfahren vor

17.06.2019, 14:19 Uhr | dpa

Die Bundesanwaltschaft hat in den Ermittlungen um die mutmaßlich rechtsextreme Prepper-Gruppe "Nordkreuz" Zeugen geladen, die auf Listen der Verdächtigen standen. Das bestätigte am Montag eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Verschiedene Medien hatten berichtet, dass es sich um 29 Personen handele, darunter Politiker von SPD, Grünen und Linken. Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Ebenfalls wollte sie nicht bestätigen, dass es sich bei den Listen um "Feindeslisten" handele.

Im August 2017 hatten Spezialkräfte des Bundeskriminalamts (BKA) die Räume von zwei Männern in Rostock und Banzkow bei Schwerin durchsucht. Der Mann aus Rostock, ein Anwalt, der zu jener Zeit auch Mitglied der Bürgerschaft war, und der Banzkower, ein suspendierter Polizist, sollen eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben, so der Vorwurf. Sie sollen unter anderem Waffen gelagert und Listen mit politischen Gegnern angefertigt haben, die im Falle eines Staatszusammenbruchs getötet werden sollten. Koordiniert hätten sie sich über eine Chatgruppe namens "Nordkreuz".

Auch die Sicherheitsbehörden in MV ermitteln im "Nordkreuz"-Komplex. Vergangene Woche waren vier aktive und ehemalige Beamte des SEK festgenommen worden, zwei befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Drei von ihnen sollen über Jahre Munition aus Polizeibeständen beiseite geschafft und dem vierten übergeben haben, der Kontakt zur Prepper-Szene haben soll. Aufmerksam wurden die Ermittler durch die Ermittlungen des Generalbundesanwalts im "Nordkreuz"-Verfahren, hatte die Schweriner Staatsanwaltschaft erklärt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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