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"Die Menschen mochten ihn": Landtag trauert um Walter Lübcke

Wiesbaden  

"Die Menschen mochten ihn": Landtag trauert um Walter Lübcke

17.06.2019, 14:49 Uhr | dpa

"Die Menschen mochten ihn": Landtag trauert um Walter Lübcke. Walter Lübcke (CDU)

Das Konterfei von Walter Lübcke ist hinter einem Bundeswehrsoldaten bei einem Trauergottesdienst zu sehen. Foto: Swen Pförtner/Archivbild (Quelle: dpa)

Der hessische Landtag hat an den erschossenen ehemaligen Abgeordneten Walter Lübcke erinnert. "Walter Lübcke mochte die Menschen und die Menschen mochten Walter Lübcke", sagte der Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) in seinem Nachruf zu Beginn der Plenardebatte am Montag in Wiesbaden. Die Abgeordneten hielten eine Schweigeminute.

"Wir haben einen entfesselten Mob kennengelernt, der auf widerwärtigste Weise agitiert hat", sagte Rhein. Der Kasseler Regierungspräsident war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden. Nach seinem Tod hatten hasserfüllte und hämische Reaktionen aus der rechten Szene im Internet für Empörung gesorgt. "Was uns die Hetzer allerdings nicht nehmen können, sind die vielen freundschaftlichen Momente und fröhlichen Stunden, die wir mit unserem Freund und Kollegen ... hatten", sagte Rhein. Lübcke saß von 1999 bis 2009 für die CDU im hessischen Landtag.

Der 65-Jährige war in der Nacht zum 2. Juni an einer Schussverletzung am Kopf gestorben. Am Samstagmorgen war ein 45-Jähriger festgenommen worden, gegen den nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wegen eines Tötungsdeliktes mit politischem Hintergrund ermittelt wird. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen an sich gezogen.

Die Festnahme sei das Ergebnis einer akribischen polizeilichen Ermittlungsarbeit, durch die eine DNA-Spur habe gewonnen werden können, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU). Die strafrechtliche Relevanz der Hasspostings werde in jedem Einzelfall geprüft, die Strafverfolgung konsequent betrieben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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