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Sachsen und Thüringen wollen gegen Hass-Kommentare vorgehen

Altenburg  

Sachsen und Thüringen wollen gegen Hass-Kommentare vorgehen

18.06.2019, 02:31 Uhr | dpa

Sachsen und Thüringen wollen gegen Hass-Kommentare vorgehen. "Rechtsrock verhindern"

Ein selbst gemachtes Schild mit der Aufschrift "Nein Danke Rechtsrock" halten Bürger hoch. Foto: Matthias Bein/Archiv (Quelle: dpa)

Bei einer gemeinsamen Kabinettssitzung wollen sich Sachsen und Thüringen darauf verständigen, wie sie trotz rückläufiger Fallzahlen weiter intensiv gegen sogenannte Hasspostings im Internet vorgehen können. Die Bekämpfung solcher Hass-Kommentare sei in beiden Ländern ein Handlungsschwerpunkt der Sicherheitsbehörden, heißt es in einer Beschlussvorlage für eine gemeinsame Kabinettssitzung der beiden Länder, die der dpa vorliegt. "Hasspostings führen zur Radikalisierung und untergraben das Verständnis von Meinungsfreiheit. Thüringen will deshalb zusammen mit Sachsen den Kampf gegen Hasspostings intensivieren", erklärte Thüringens Innenstaatssekretär Udo Götze vor dem Treffen.

Nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2015 gingen die Fallzahlen zu Hasspostings im Bereich der politisch motivierten Kriminalität in beiden Bundesländern kontinuierlich zurück, wie aus Daten der Vorlage hervorgeht. Während im Jahr 2015 in Sachsen noch 401 solcher Hasspostings registriert wurden, waren es im vergangenen Jahr nur noch 153, in Thüringen sank die Fallzahl in diesem Zeitraum von 223 im Jahr 2015 auf 71 im vergangenen Jahr.

Allerdings sanken die Fallzahlen in beiden Bundesländern nicht so stark wie die bundesweiten Zahlen. So machten Hasspostings aus Sachsen im vergangenen Jahr 10,4 Prozent aller erfassten Hass-Kommentare bundesweit aus, in Thüringen 4,8 Prozent. In den Jahren 2016 und 2017 war der Anteil jeweils geringer.

Regierungsvertreter von Sachsen und Thüringen wollen das Thema bei einem Treffen am Dienstag im ostthüringischen Altenburg beraten. Bei der gemeinsamen Sitzung soll es unter anderem auch ein gemeinsames Vorgehen gegen Rechtsrockkonzerte und den Umgang mit sogenannten Reichsbürgern gehen. Auch Themen wie gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West, 30 Jahre friedliche Revolution und gemeinsame Verkehrsprojekte stehen auf der Tagesordnung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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