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Bewährungsstrafe im Prozess um Kindesmissbrauch gefordert

Schwerin  

Bewährungsstrafe im Prozess um Kindesmissbrauch gefordert

18.06.2019, 10:50 Uhr | dpa

Bewährungsstrafe im Prozess um Kindesmissbrauch gefordert. Justitia

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Im Prozess wegen Kindesmissbrauch gegen einen 42-Jährigen vor dem Landgericht Schwerin haben Ankläger und Verteidiger Bewährungsstrafen gefordert. Während die Staatsanwaltschaft am Dienstag ein Jahr und zwei Monate auf Bewährung forderte, plädierte die Verteidigung auf ein Jahr Bewährungsstrafe, wovon zwei Monate bereits als verbüßt gelten sollen, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Bereits am Mittwoch soll das Urteil gesprochen werden.

Laut Anklage soll der Schweriner eine damals 14-Jährige zum Geschlechtsverkehr genötigt und sie dafür mit Geld und Handys bezahlt haben, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann 50 Fälle in einem Zeitraum von Juni 2014 bis Oktober 2015 vor, für die er insgesamt bis zu 2500 Euro gezahlt haben soll. Zudem soll er jugendpornografische Bilder des Mädchens besessen haben. Die Betroffene habe er schon lange gekannt, da er früher mit ihr und ihrem Vater zusammengewohnt habe.

Tatsächlich sei es aus Sicht des Gerichts fraglich, wie oft es zum Geschlechtsverkehr gekommen sei und ob es sich bei den Geldzahlungen um Bezahlung oder um nicht strafbare Geschenke gehandelt habe. Der Mann habe das Mädchen auch nicht zum Sex genötigt oder Gewalt angewandt. Die Bilder soll die damals 14-Jährige selbst an ihn geschickt haben. Zu Prozessbeginn am Dienstag hätten sich daher alle Beteiligten auf einen Strafrahmen verständigt, woraufhin der Mann die Taten eingeräumt habe. Die Nebenklage schloss sich dem Sprecher zufolge der Forderung der Staatsanwaltschaft an.

In einem anderen Fall soll der Angeklagte ein anderes, damals ebenfalls 14-jähriges Mädchen im Jahr 2016 genötigt haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen, sagte der Sprecher. Mit den geforderten Strafen soll auch diese Tat abgegolten sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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