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Stahlkocher fordern mehr Importschutz vor "dreckigem Stahl"

Bremen  

Stahlkocher fordern mehr Importschutz vor "dreckigem Stahl"

18.06.2019, 14:12 Uhr | dpa

Stahlkocher fordern mehr Importschutz vor "dreckigem Stahl". Reiner Blaschek

Reiner Blaschek, Vorstandsvorsitzender von ArcelorMittal Bremen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild (Quelle: dpa)

Mitarbeiter und Unternehmensführung des Bremer ArcelorMittal-Stahlwerkes sowie führende Politiker haben gegen die geplante Anhebung der Stahl-Importquote für die Europäische Union demonstriert. Seit 2017 seien die Einfuhren um 30 Prozent gestiegen und am 1. Juli solle die Importquote erneut um 5 Prozent steigen, sagte der Vorstandschef von ArcelorMittal Bremen, Reiner Blaschek, am Dienstag vor knapp 2000 Demonstranten auf dem Bremer Marktplatz. Dies müsse verhindert werden.

Gesamtbetriebsratschef Klaus Hering betonte, Klimaschutz und Stahlproduktion gehörten zusammen. Es sei Zeit für ein CO2-Label auf Stahlprodukte. "Das ist doch ein schlechter Witz: Wir holen dreckigen Stahl nach Europa und wir produzieren sauberen Stahl und müssen noch eine Auflage zahlen." Auch Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) nahm an der Kundgebung teil.

ArcelorMittal, der weltgrößte Stahlhersteller, hatte kürzlich angekündigt, aufgrund der schwachen Nachfrage und der hohen Stahl-Importe auch in seinem Bremer Werk die Produktion zurückzufahren. Dort soll im vierten Quartal der wegen einer Reparatur geplante Stillstand von einem der beiden Hochöfen verlängert werden.

Insgesamt soll in den drei Ländern Frankreich, Spanien und Deutschland die Produktion um 1 bis 1,5 Millionen Tonnen Stahl in einem Zeitraum von zwölf Monaten gesenkt werden. Der Bremer Anteil liegt in dieser Berechnung bei 400 000 Tonnen. In Bremen werden pro Jahr bis zu 3,5 Millionen Tonnen Flachstahl produziert. Der Standort zählt 3100 Beschäftigte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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