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Sexueller Missbrauch von Waisenkindern: Prozess beginnt

Osnabrück  

Sexueller Missbrauch von Waisenkindern: Prozess beginnt

18.06.2019, 16:47 Uhr | dpa

Sexueller Missbrauch von Waisenkindern: Prozess beginnt. Landgericht Osnabrück

Ein Blick auf den Eingang des Landgerichts Osnabrück. Foto: Friso Gentsch/Archivbild (Quelle: dpa)

Wegen des Vorwurfs, in 41 Fällen Waisenkinder in einem westafrikanischen Land sexuell missbraucht zu haben, muss sich ab Juli ein 66 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Osnabrück verantworten. Das Landgericht habe die Anklage zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Der 66-Jährige soll sich zwischen Januar 2016 und Februar 2018 an mindestens fünf Kindern im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren vergangen haben. Laut Anklage handelt es sich um Fälle überwiegend schweren sexuellen Missbrauchs. Die Hauptverhandlung startet am 2. Juli (AZ.: 3 KLs 7/19).

Der Angeklagte aus dem südlichen Landkreis Osnabrück war im Februar kurz nach seiner Rückkehr aus dem westafrikanischen Land nach Deutschland festgenommen worden. Über private Verbindungen soll er mit dem Waisenhaus Kontakt aufgenommen haben. Es sei ihm gelungen, dort Zugang zu den Kindern zu bekommen. Von den Behörden sei ihm gestattet worden, mit den Kindern einen Ausflug zu unternehmen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wird der 66-Jährige durch zahlreiche Bild- und Videodateien belastet, die den Missbrauch der Kinder ausführlich zeigen. Bei dem Mann seien auch mehr als 11 000 kinderpornografische Dateien gefunden worden. Hier ermittelt die zuständige Schwerpunktstaatsanwaltschaft Hannover.

Das Land, in dem die Kinder missbraucht worden sein sollen, solle vor der Anklageverlesung nicht bekannt gemacht werden, um die Identität des Angeklagten zu schützen, sagte der Sprecher.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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