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Mord an eigenen Kindern: Gericht will Urteil sprechen

Darmstadt  

Mord an eigenen Kindern: Gericht will Urteil sprechen

19.06.2019, 03:55 Uhr | dpa

Mord an eigenen Kindern: Gericht will Urteil sprechen. Blumen und Kerzen stehen vor einem Einfamilienhaus

Blumen und Kerzen stehen vor einem Einfamilienhaus. Foto: Silas Stein/Archiv (Quelle: dpa)

Sie sollen angesichts einer Zwangsvollstreckung ihre eigenen Kinder getötet haben. Das Landgericht Darmstadt will am (heutigen) Mittwoch (13.00 Uhr) das Urteil gegen ein Ehepaar aus dem südhessischen Mörlenbach sprechen. Dem Zahnärztepaar wirft die Staatsanwaltschaft Mord an seiner zehn Jahre alten Tochter und dem drei Jahre älteren Sohn vor.

Laut Anklage hat das insolvente Zahnärzte-Ehepaar in der Nacht zum 31. August 2018 das Mädchen und seinen Bruder gemeinsam erschlagen und erstochen. Danach sollen die Eltern Feuer im Haus gelegt und erfolglos versucht haben, sich mit Autoabgasen selbst zu töten. Die Feuerwehr konnte die Angeklagten retten. Die Familie hätte am Vormittag des 31. August ihr wegen der Insolvenz zwangsversteigertes Haus räumen müssen.

In ihrem Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft für beide Angeklagten eine lebenslange Haft wegen Mordes aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen gefordert. Sie will zudem, dass die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren in der Praxis so gut wie ausschließt.

Der Verteidiger der Ehefrau plädierte auf Freispruch. Sie behauptete in dem Verfahren, ihr Mann habe die Kinder getötet, als sie kurz aus dem Haus war. Das Familienleben sei um seine Bedürfnisse "herumdrapiert" worden und er habe ihr Vertrauen und ihre Gutgläubigkeit "missbraucht".

Der Anwalt des Vaters forderte eine mehrjährige Haftstrafe, ohne ein genaues Strafmaß zu nennen. Er wertete die Tat als heimtückischen Mord, weil der geständige Angeklagte die schlafenden Kinder erschlagen und erstochen habe. Sein Mandant sei allerdings vermindert schuldfähig gewesen, weil er zuvor Schlaftabletten genommen habe. In seinem letzten Wort bereute der Angeklagte die Tat und entschuldigte sich bei seiner Frau.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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