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Durch Schleswig-Holstein sollen 2022 Akku-Elektrozüge rollen

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Durch Schleswig-Holstein sollen 2022 Akku-Elektrozüge rollen

19.06.2019, 17:11 Uhr | dpa

Durch Schleswig-Holstein sollen 2022 Akku-Elektrozüge rollen. Bernd Buchholz (FDP)

Bernd Buchholz (FDP), Verkehrsminister, gestikuliert im Gesperäch. Foto: Axel Heimken/Archivbild (Quelle: dpa)

Auf Bahnstrecken in Schleswig-Holstein sollen ab Ende 2022 Akku-Elektrozüge rollen. Der Wirtschafts- und Finanzausschuss des Landtags stimmte am Mittwoch einem Vergabevotum der Nahverkehrsgesellschaft Nah.sh zu. "Mit dieser Vergabe wird Schleswig-Holstein bundesweit Vorreiter im Bahnverkehr sein", sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). Den Zuschlag für 55 neue Akku-Triebwagen soll der internationale Bahnhersteller Stadler erhalten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur belaufen sich die Kosten für die Fahrzeuge vom Typ "Flirt Akku" im Haushalt auf jährlich knapp 80 Millionen Euro. Das Geld soll aus den Regionalisierungsmitteln für den Bahnverkehr kommen. Die Elektrobahnen haben 124 Sitzplätze. Sie sind barrierefrei, klimatisiert und mit WLAN ausgestattet.

Die Akkus sind auf dem Dach montiert. Ihre Reichweite soll bis zu 150 Kilometer betragen. Sie werden an den Oberleitungen vor allem in den Bahnhöfen Kiel, Neumünster, Flensburg, Lübeck, Lüneburg sowie auf der Strecke Osterrönfeld-Jübek aufgeladen.

Für die Instandhaltung der Elektrobahnen soll Stadler verantwortlich sein. Dafür sind in Rendsburg und Neumünster Werkstätten geplant. "Gerade nach den Erfahrungen auf der Marschbahn, aber auch in anderen Netzen, war es uns wichtig, den Hersteller hier ganz stark mit in die Alltagsverantwortung zu nehmen", sagte Buchholz.

Die Triebwagen sollen über ein Unternehmen vorfinanziert werden. Dies wird per Ausschreibung gesucht und soll die Triebwagen in den kommenden 30 Jahren den Bahnunternehmen in den Netzen Nord und Ost zur Verfügung stellen. "Wir schaffen hier ein Stück der nötigen Elektrifizierung des Bahnverkehrs, ohne in die teuren Oberleitungen investieren zu müssen", sagte Buchholz. Die Lösung sei zudem wirtschaftlich. "Über den Investitionszeitraum gerechnet liegen wir hiermit etwas günstiger als mit Dieseltriebwagen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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