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Negativpreis-Träger Beuth verteidigt Analysesoftware

Wiesbaden  

Negativpreis-Träger Beuth verteidigt Analysesoftware

19.06.2019, 17:16 Uhr | dpa

Negativpreis-Träger Beuth verteidigt Analysesoftware. Peter Beuth

Peter Beuth (CDU), Innenminister des Landes Hessen. Foto: Arne Dedert/Archivbild (Quelle: dpa)

Als Reaktion auf seine Auszeichnung mit dem Negativpreis "Big-Brother-Award" hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) die Anschaffung einer Sicherheitssoftware für die Polizei verteidigt. Angesichts terroristischer Bedrohungen seien moderne Analysemethoden nötig, sagte er am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden.

Die Daten-Plattform "hessenDATA" diene sowohl zur Aufklärung schwerer Straftaten als auch zur Gefahrenabwehr. Dabei würden keine neuen Daten gesammelt, sondern bereits in den Polizeisystemen vorhandene zusammengeführt, erläuterte der Minister. Das solle man sich insbesondere in diesen Tagen noch mal besonders vor Augen führen. Kein anderes Bundesland verfüge über ein solches System. Die Daten seien nicht von außen zugänglich.

Beuth hatte den "Big-Brother-Award" in der Kategorie "Behörden und Verwaltung" für den Kauf einer Software des amerikanischen Unternehmens Palantir bekommen. Hauptorganisator der deutschen Big-Brother-Awards ist der Bielefelder Verein Digitalcourage. Die Datenschutz-Aktivisten kritisierten, dass das Unternehmen Palantir durch die Software Zugang zum Datennetz der Polizei erhalte. Im vergangenen Jahr waren die hessischen Regierungsfraktionen CDU und Grüne für ihr Verfassungsschutzgesetz ausgezeichnet worden.

Palantir gilt als eines der am höchsten bewerteten, aber auch besonders geheimniskrämerischen Start-ups. Die Software der Firma verknüpft diverse Arten von Daten miteinander und soll unter anderem bei US-Geheimdiensten im Einsatz sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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