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S4: Bürgerschaft bekennt sich zum Bau auf geplanter Trasse

Hamburg  

S4: Bürgerschaft bekennt sich zum Bau auf geplanter Trasse

19.06.2019, 18:28 Uhr | dpa

S4: Bürgerschaft bekennt sich zum Bau auf geplanter Trasse. S-Bahn

Das Logo der S-Bahn, aufgenommen vor einem dunklen Wolkenhimmel. Foto: Ole Spata/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem Landtag in Schleswig-Holstein hat sich auch die Hamburgische Bürgerschaft zum länderübergreifenden Bau der S4 auf der geplanten Trasse bekannt. Eine breite Mehrheit stimmte am Mittwoch einem interfraktionellen Antrag von SPD, Grünen, CDU und FDP zu. Einen gleichlautenden Beschluss hatte das Landesparlament in Kiel bereits im März gefasst. Die S4 soll vom Hamburger Hauptbahnhof parallel zur bestehenden Bahntrasse in Richtung Bad Oldesloe führen und mit einem 10-Minuten-Takt und zusätzlichen Haltestellen die Anbindung des Nordostens über die Landesgrenze hinweg verbessern.

"Vom Ausbau der S4 versprechen wir uns, dass mit einem solchen attraktiven Angebot deutlich mehr Pendler als bisher auf die umweltfreundliche Bahn umsteigen", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion und Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Ole Thorben Buschhüter.

Der CDU-Verkehrsexperte Dennis Thering bezeichnete die S4 als eines der wichtigsten norddeutschen Infrastrukturprojekte der nächsten Jahrzehnte. "Daher setzen wir uns für einen schnellen Baubeginn ein."

Der Grünen-Verkehrsexperte Martin Bill äußerte Verständnis, dass solche Infrastrukturprojekte auch Befürchtungen und Ängste hervorrufen. "Hier wurden aber in einem umfangreichen Verfahren verschiedene Trassen geprüft und die derzeit in Planung befindliche als Vorzugsvariante klar identifiziert."

Auch der FDP-Verkehrspolitiker Ewald Aukes sprach sich für den Bau der geplanten Trasse aus. "Wer jetzt noch eine grundlegende Neuplanung fordert, gefährdet Finanzierung und Umsetzung des Projekts", warnte er.

Die Linke verwies auf die Lärmbelastung für Anwohner und für den Bau nötige Grundstücksenteignungen. "Es wird Klagen geben", sagte Verkehrsexpertin Heike Sudmann. Sie forderte das Einfrieren des Verfahrens und eine parallele Prüfung der Planungen. Auch die AfD warnte davor, dass der Bau der S4 zu einer "neuen Elbvertiefung" werden könne, die auch durch Klagen jahrelang verzögert worden sei, und forderte die Prüfung von Alternativstrecken.

Die Planfeststellungsverfahren für die einzelnen Abschnitte seien bereits weit fortgeschritten, sagte Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos). "Unser Ziel ist es immer noch, zum Ende des Jahres, in der Winterperiode umzusetzen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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