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Haftstrafe: Mutter stellte Töchter zur Verfügung

Berlin  

Haftstrafe: Mutter stellte Töchter zur Verfügung

20.06.2019, 16:40 Uhr | dpa

Haftstrafe: Mutter stellte Töchter zur Verfügung. Kriminalgericht Moabit

Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Sven Braun/Archivbild (Quelle: dpa)

Jahrelang stellte eine Berliner Mutter ihre drei Töchter einem Verwandten zur Verfügung, der die Mädchen missbrauchte. Gegen die 55-Jährige hat das Landgericht am Donnerstag eine Haftstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten Gefängnis verhängt. 13 Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs in rund 550 Fällen ergingen gegen den 51-jährigen Onkel der drei Opfer. Die Mutter habe ihm ihre Kinder "quasi ausgeliefert", hieß es weiter im Urteil. Insgesamt soll der Angeklagte ein Schmerzensgeld von 140 000 Euro zahlen.

Die beiden Angeklagten wurden des schweren sexuellen Missbrauchs und der Herstellung von Kinderpornografie schuldig gesprochen. Die Mutter sei "keine Randfigur, sondern Täterin", weil sie dem Angeklagten die Kinder zugeführt habe. "Sie hat ihre Töchter überredet, die sexuellen Handlungen über sich ergehen zu lassen", sagte der Vorsitzende Richter.

Bei dem Mann aus Berlin-Schöneberg handelt es sich um den Adoptivbruder der 55-jährigen Frührentnerin. Etwa zehn Jahre lang sei es ab 2010 immer wieder zu Übergriffen vor allem auf die älteste Tochter gekommen. Sie sei bei den ersten Taten acht Jahre alt gewesen.

Die Mutter habe in dem nicht öffentlichen Prozess gestanden und Reue gezeigt, so das Gericht. Zudem sei eine verminderte Schuldfähigkeit bei der Frau nicht ausgeschlossen. Das sei im Strafmaß berücksichtigt worden. Der 51-Jährige sei teilgeständig.

Die Staatsanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft gegen die Frau und elfeinhalb Jahre gegen den Mann verlangt. Der Verteidiger der Frau hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert. Der Anwalt des 51-Jährigen stellte keinen konkreten Antrag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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