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Bernhard Vogel: Wiedervereinigung gelang "alles in allem"

Speyer  

Bernhard Vogel: Wiedervereinigung gelang "alles in allem"

22.06.2019, 09:22 Uhr | dpa

Bernhard Vogel: Wiedervereinigung gelang "alles in allem". Bernhard Vogel

Bernhard Vogel (CDU), Ex-Ministerpräsident von Rheinland- Pfalz undf Thüringen gestikuliert während eines Interviews. Foto: Uwe Anspach/Archiv (Quelle: dpa)

30 Jahre nach dem Mauerfall hat der frühere Thüringer Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) die Wiedervereinigung als "alles in allem gelungen" bezeichnet. "Ich sage ausdrücklich "alles in allem"", sagte Vogel der Deutschen Presse-Agentur in seinem Wohnort Speyer (Rheinland-Pfalz). "Ich will damit deutlich machen, dass es auch heute noch Probleme gibt, um die man keinen Bogen machen sollte", so der 86-Jährige.

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck habe recht, wenn er sage, die Deutschen hätten allen Grund zur wechselseitigen Dankbarkeit. "Wir Westdeutschen hätten den Ostdeutschen eine friedliche Revolution nicht zugetraut, und die Ostdeutschen konnten von den Westdeutschen nicht ein solches Maß an personeller und materieller Hilfe erwarten", sagte der CDU-Politiker.

Vogel nannte die Umfragewerte für die AfD vor der Landtagswahl Ende Oktober in Thüringen höchst bedauerlich. "Man sollte sich nicht zu viel mit der Führung der Partei befassen, sondern mehr mit den Wählern. Denn anders als das Programm dieser Partei sind die Wähler nicht alle rechtsnationalistisch und europafeindlich eingestellt, zum Teil haben sie nur den Wunsch, Denkzettel zu verteilen." Eine Zusammenarbeit mit der AfD komme seiner Ansicht nach für eine demokratische Partei nicht in Frage, betonte Vogel. "Jedenfalls sicher nicht für die CDU."

Nach einer im Juni veröffentlichten Online-Umfrage von "Spiegel Online" und dem Meinungsforschungsinstitut Civey würde die AfD fast 22,6 Prozent der Stimmen bekommen - etwa doppelt so viele wie zur Landtagswahl 2014.

Vogel war von 1992 bis 2003 Ministerpräsident in Thüringen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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