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Thüringer Ordnungsämter müssen oft Verstorbene bestatten

Gotha  

Thüringer Ordnungsämter müssen oft Verstorbene bestatten

22.06.2019, 10:05 Uhr | dpa

Thüringer Ordnungsämter müssen oft Verstorbene bestatten. Grabsteine

Grabsteine stehen auf dem Ostfriedhof im thüringischen Gera. Foto: Bodo Schackow/Archivbild (Quelle: dpa)

Beim Tod von Menschen ohne Angehörige müssen Thüringer Ordnungsämter die Bestattungskosten übernehmen. 2018 kam es öfter vor, dass Ämter die rund 2500 Euro Bestattungskosten aus der Stadtkasse vorschießen und in einigen Fällen auch komplett bezahlten, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in neun Städten.

Deren Behörden erfassten im vergangenen Jahr fast 550 Fälle, in denen Hinterbliebene von Verstorbenen gesucht und auf ihre Bestattungspflicht aufmerksam gemacht wurden. Gera zählte demnach 127 solcher Bestattungsfälle, Erfurt 95, Jena 75. Aber auch in Gotha (54), Weimar (51), Eisenach (41), Suhl (37), Mühlhausen (35) und Nordhausen (33) hatten die Ämter damit zu tun.

Teils erfuhren die Hinterbliebenen erst auf diesem Wege von den Verwandten, anderen fehlte die Einsicht, dass sie als nahe Verwandte eine Bestattungspflicht haben. Wegen geringer Erfolgsaussichten leiten die Ordnungsämter nur selten ein Bußgeldverfahren ein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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