Sie sind hier: Home > Regional >

Sonniger Auftakt der Kieler Woche lockt Millionenpublikum

Kiel  

Sonniger Auftakt der Kieler Woche lockt Millionenpublikum

23.06.2019, 13:25 Uhr | dpa

Sonniger Auftakt der Kieler Woche lockt Millionenpublikum. Franziska Giffey und Daniel Günther

Franziska Giffey (SPD) eröffnet die Kieler Woche, neben ihr steht Daniel Günther (CDU). Foto: Carsten Rehder (Quelle: dpa)

Kräftiger Sonnenschein, überwiegend friedliche Stimmung und mächtig was los - so hat am Wochenende die 125. Kieler Woche begonnen. "Viel Sonne, genug Wind und jede Menge fröhliche Gesichter: Das Auftaktwochenende war ein voller Erfolg", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am Sonntag. Seit Freitag stürzten sich nach Schätzungen der Stadt bereits mehr als eine Million Menschen in das Getümmel.

Die traditionellen Startsignale des größten Sommerfests im Norden Europas gaben am Samstagabend vor knapp 10 000 Besuchern rund um das Rathaus Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Er übernahm das Glasen mit mehreren Schlägen auf eine Schiffsglocke. Giffey gab danach mit dem lauten Typhonsignal "Leinen los!" das offizielle Startsignal.

Die Veranstalter erwarten zum weltgrößten Segelereignis bis Sonntag kommender Woche wieder rund drei Millionen Besucher. "Mich beeindruckt, dass die ganze Stadt mitmacht und hier so viele verschiedene Aktionen stattfinden", sagte Giffey. Sie hatte zuvor bereits die traditionelle Spiellinie eröffnet. Günther sagte mit Blick auf den blauen Abendhimmel: "Wann haben wir das schon mal gehabt: So ein Wetter bei der Kieler Woche. Das können nur tolle Tage werden."

Die Besuchermassen bereiteten der Polizei aber mehr Arbeit als im Vorjahr. Das Fest verlaufe "überwiegend friedlich, auch wenn die Anzahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist", sagte ein Polizeisprecher. Drei Polizisten seien am Samstag bei Widerständen leicht verletzt worden. "Auffallend und zugleich erschreckend war der hohe Solidarisierungsgrad von zunächst Unbeteiligten, die die Maßnahmen der Polizei störten."

Bislang nahmen die Beamten 54 Anzeigen (2018: 34) auf. Gegen 30 Besucher wurden Platzverweise ausgesprochen. Drei hielten sich jedoch nicht daran und verbrachten den Abend in Polizeigewahrsam. Einen 31-Jährigen entdeckten Passanten am Samstagabend bewusstlos in Bahnhofsnähe. Laut Polizei stand der Besucher vermutlich unter Drogen und soll laut Zeugen im Verlauf eines Streits nach einem Schlag gegen den Kopf zu Boden gegangen sein. Er erlitt offenbar eine Hirnblutung und schwebt in Lebensgefahr.

Zu den Segelregatten vor Kiel haben sich 4000 Sportler aus 60 Nationen angemeldet - mit etwa 1800 Booten. Zu Gast sind auch rund 2500 Marinesoldaten. Im Marinestützpunkt machen mehr als 35 Schiffe und Boote aus zwölf Nationen fest. Geplant sind 2000 Einzelveranstaltungen. Auf gut 20 Bühnen sind insgesamt 400 Konzerte geplant. Angekündigt haben sich beispielsweise die Sänger Johannes Oerding, Michael Schulte und die Band Tokio Hotel.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) gehörte unterdessen am Sonntag zu den Empfängern des Weltwirtschaftlichen Preises 2019. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zeichnete bei der 15. Verleihung im Rathaus auch den Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens Western Union, Hikmet Ersek, aus sowie den türkisch-amerikanischen Volkswirt Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Alle drei seien sich der enormen Bedeutung verlässlicher und fairer Regeln für unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem bewusst, sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr.

Zum Jubiläum setzt die Stadt auf Nachhaltigkeit. Neu ist ein einheitliches Pfandsystem an zahlreichen Bierständen. "Durch die einheitlichen Pfandbecher haben die Besucher mehr Freiheit", sagte Kieler-Woche-Chef Philipp Dornberger. 90 Prozent aller Stände machten bereits mit. 1,5 Millionen Becher stünden bereit.

Die Stadt stellt für die Austragung der Kieler Woche in diesem Jahr erneut rund zwei Millionen Euro aus ihrem Haushalt bereit. Sponsoren stocken das Budget kräftig auf.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal