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1000-Kilogramm-Bombe aus Zweitem Weltkrieg entschärft

Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied)  

1000-Kilogramm-Bombe aus Zweitem Weltkrieg entschärft

23.06.2019, 14:18 Uhr | dpa

Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz hat im Kreis Neuwied eine 1000-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Für die Entschärfung am Sonntag hatten rund 600 Anwohner in einem Umkreis von eineinhalb Kilometern um den Fundort in einem Wald bei Dattenberg ihre Häuser verlassen müssen, wie der Technische Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Horst Lenz, der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. Ein Sondengänger hatte den US-amerikanischen Blindgänger laut Lenz vor etwa zwei Wochen entdeckt.

Die Anwohner mussten den Sperrbezirk laut der Verbandsgemeinde Linz bereits bis 8.00 Uhr am Morgen verlassen. Sie waren mit Flugblättern informiert worden. "Auch Jahrzehnte nach dem letzten Weltkrieg oder gerade wegen der langen Liegezeit stellen die Kampfmittel eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar", warnte die Verbandsgemeinde. Sie riet, Freunde oder Verwandte zu besuchen. In St. Katharinen stand aber auch eine Sporthalle als Notunterkunft zur Verfügung. Die Straßen zum Evakuierungsgebiet waren gesperrt.

Experten schätzen, dass im Zweiten Weltkrieg rund ein Zehntel der über Deutschland abgeworfenen Bomben nicht explodiert ist. So vereisten nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes Rheinland-Pfalz mitunter die Zünder beim Abwurf aus mehreren Tausend Metern Höhe, so dass die Entsicherung nicht funktionierte. Oder die Bomben mit Zündern nur am Kopf und Heck schlugen quer auf. Um die hochexplosiven Funde unschädlich zu machen, riskieren Kampfmittelräumer ihr Leben. Seit Gründung der Bundesrepublik 1949 sind Dutzende getötet worden. Zu Schwerpunkten der Bombenabwürfe zählten Industriegebiete, Verkehrsknotenpunkte und Zentren der Kämpfe am Boden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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