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Buchholz: mit "negativen Preisen" Mobilfunk-Ausbau forcieren

Kiel  

Buchholz: mit "negativen Preisen" Mobilfunk-Ausbau forcieren

24.06.2019, 06:34 Uhr | dpa

Buchholz: mit "negativen Preisen" Mobilfunk-Ausbau forcieren. Mobilfunkmast

Ein Sendemast mit verschiedenen Antennen für den Mobilfunk. Foto: Stefan Sauer/Archiv (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) will mit einer neuen Auktionsform den Mobilfunk-Ausbau auf dem Land beschleunigen. Bislang würden Konzerne zunächst "die lukrativen Regionen ausbauen und in ländlichen Regionen passiert wenig", sagte Buchholz der Deutschen Presse-Agentur. Auf der Wirtschaftsministerkonferenz von Donnerstag an in Bremerhaven werde er eine neue Auktionsform für Versteigerungen von Mobilfunk-Lizenzen vorschlagen. Darüber berichtet auch das "Flensburger Tageblatt" (Montag).

Buchholz schlägt seinen Kollegen negative Auktionen vor. Deutschland müsse dazu in Regionen eingeteilt werden, sagte Buchholz. Zuerst sollen jene Bereiche versteigert werden, wo der Netzaufbau unwirtschaftlich ist. "Da wird es quasi negative Preise geben. Die Anbieter werden sagen, wie viel Geld sie für einen Ausbau dort benötigen." Diese Förderungen würden später verrechnet mit den Erlösen für den Netzaufbau in wirtschaftlich lukrativen Regionen.

Mitte Juni war die längste Frequenzauktion in Deutschland nach mehr als zwölf Wochen zu Ende gegangen - die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch müssen insgesamt rund 6,6 Milliarden Euro für 5G-Netze zahlen.

Buchholz geht davon aus, dass seine Ressortkollegen nach den Erfahrungen beim schleppenden Ausbau des LTE-Netzes den Vorschlag aus Kiel prüfen werden. "Nach den UMTS- und 5G-Versteigerungen haben wir allen Anlass darüber nachzudenken, zukünftig vielleicht eine andere Form der Vergabe vorzunehmen."

Außerdem schlägt Schleswig-Holstein vor, einen Teil der 5G-Erlöse in den Glasfaserausbau zu investieren. "Damit könnten wir die Förderquote erhöhen, damit wir bei gestiegenen Tiefbaupreisen auch in ländlichen Regionen mehr Mittel haben", sagte Buchholz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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