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Forscher zur aktuellen Hitzewelle: Wetterextreme nehmen zu

Potsdam  

Forscher zur aktuellen Hitzewelle: Wetterextreme nehmen zu

24.06.2019, 14:48 Uhr | dpa

Potsdam (dpa/bb)- Hitzewellen und andere Wetterextreme haben nach Angaben des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Das zeigten die Auswertungen der Wetterdaten, erklärte Stefan Rahmstorf, einer der Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Institut, am Montag. Die heißesten Sommer in Europa hätten sich alle seit der letzten Jahrhundertwende ereignet: 2018, 2010, 2003, 2016, 2002.

Die Zunahme der Hitzeextreme entspricht nach Ansicht des Forschers dem, was von der Klimawissenschaft als eine Folge der globalen Erwärmung vorhersagt wurde. Nur die rasche Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe und damit der CO2-Emissionen könne eine weitere verheerende Zunahme der Wetterextreme verhindern, erklärte Rahmstorf.

Ein zusätzlicher Aspekt ist laut Forschungsinstitut die Änderung der atmosphärischen Zirkulation. Die Datenanalyse zeige, dass sich die normalerweise nach Osten bewegenden sommerlichen Windströmungen in den mittleren Breitengraden der nördlichen Halbkugel verlangsamt hätten, erläuterte Wissenschaftler Dim Coumou. Das begünstige das Entstehen von heißen und trockenen Bedingungen auf dem Kontinent. Aus warmen sonnigen Tagen könnten so gefährliche Hitzewellen werden.

In den kommenden Tagen müssen sich Berliner und Brandenburger auf extreme Temperaturen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Dienstag und Mittwoch mit starker bis extremer Wärmebelastung. Grund für die Hitzewelle ist heiße Saharaluft, die nach Deutschland strömt. Bei anhaltendem Sonnenschein liegen die Temperaturen am Dienstag bei über 31 Grad, im Norden Brandenburgs möglicherweise bei bis zu 36 Grad. Höhepunkt soll laut Prognosen der Mittwoch mit 35 bis 39 Grad sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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