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Millionen-Förderung zur Rettung von Nashorn-Unterart

Berlin  

Millionen-Förderung zur Rettung von Nashorn-Unterart

25.06.2019, 11:29 Uhr | dpa

Millionen-Förderung zur Rettung von Nashorn-Unterart. Verschiedene Geldscheine liegen auf einem Tisch

Verschiedene Geldscheine liegen auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild (Quelle: dpa)

Ohne ein einziges verbliebenes Männchen wollen Berliner Forscher das Nördliche Breitmaulnashorn vor dem Aussterben retten. Dafür bekommt das Projekt nun rund vier Millionen Euro des Bundesforschungsministeriums. "Die Artenvielfalt ist unsere Lebensgrundlage", sagte Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, am Dienstag in Berlin. Daher würde das Ministerium Vorsorgeforschung zur Bewahrung der biologischen Vielfalt sowie Sofortmaßnahmen zum Schutz bedrohter Arten fördern, sagte er.

Das Nördliche Breitmaulnashorn lebte einst in großer Zahl in Zentral- und Ostafrika, wurde aber durch Wilderei fast ausgerottet. Das letzte Männchen der Unterart starb 2018 in Kenia, nun gibt es nur noch zwei Weibchen. Unter der Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wollen Wissenschaftler aus Deutschland, Italien, Tschechien, Japan und den USA Eizellen der Weibchen mit bereits eingelagertem Sperma künstlich befruchten und dann ein verwandtes Südliches Breitmaulnashorn als Leihmutter nutzen.

Derzeit testen die Wissenschaftler den Transfer eines Embryos in ein Südliches Breitmaulnashorn. Parallel zur künstlichen Befruchtung arbeiten Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin an Stammzelltechnik, um aus erhaltenen Nashorn-Körperzellen Spermien und Eizellen zu züchten. Denn nur so könnte man eine genetische Vielfalt herstellen, die für den Aufbau einer Population groß genug wäre.

Durch die Forschungsansätze der Wissenschaftler und ihr hohes Engagement "besteht die Chance und Hoffnung, das Nördliche Breitmaulnashorn und andere hochgefährdete Arten zu erhalten", sagte Meister. Zudem könne das Forschungsprojekt eine wichtige Rolle für den Erhalt der Artenvielfalt spielen, "weil es Techniken und Verfahren für den Artenschutz maßgeblich weiterentwickelt", sagte Projektleiter Thomas Hildebrandt vom IZW.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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