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Aus für geplante LKA-Zentrale wegen Preissteigerungen

Hannover  

Aus für geplante LKA-Zentrale wegen Preissteigerungen

25.06.2019, 12:35 Uhr | dpa

Aus für geplante LKA-Zentrale wegen Preissteigerungen. LKA Niedersachsen

Das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) am Waterlooplatz. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild (Quelle: dpa)

Weil die vorgesehenen Mittel von 131 Millionen Euro nicht ausreichen, ist der geplante zentrale Neubau des niedersächsischen Landeskriminalamtes vom Tisch. Die aktuelle Marktsituation und die hohen Baupreise lassen nach Angaben des Finanzministeriums in Hannover derzeit kein wirtschaftliches Angebot erwarten. Dies habe der Verlauf des bisherigen Vergabeverfahrens gezeigt. Es soll daher von der Vergabestelle aufgehoben werden. Dies hätten Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) und Innenminister Boris Pistorius (SPD) abgestimmt, hieß es. Ziel sei weiterhin, das LKA besser unterzubringen - dafür sollten die 131 Millionen Euro eingesetzt werden.

LKA-Präsident Friedo de Vries sagte: "Natürlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ich enttäuscht. Alle am Projekt beteiligten haben gemeinsam viel Arbeit und Herzblut in die Planungen gesteckt und auf eine baldige Realisierung gehofft." Für ihn sei allerdings auch nachvollziehbar, dass die Landesregierung kein unkalkulierbares finanzielles Risiko eingehen kann. Wichtig sei das Signal, dass das bereits im Haushalt eingeplante Geld weiterhin nur für das LKA zur Verfügung stehe.

Nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" soll das derzeit in maroden Räumen untergebrachte Kriminaltechnische Institut (KTI) einen Neubau erhalten. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte dazu, eine Lösung für das KTI sei ein zentrales Anliegen. Über konkrete Schritte sei aber noch nicht entschieden worden. Auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) hat ein stark sanierungsbedürftiges Dienstgebäude. Ursprünglich war das Ziel, alle 1100 LKA-Mitarbeiter in einer Zentrale unterzubringen.

Pläne für einen LKA-Neubau gab es bereits vor zehn Jahren - der Baustart wurde immer wieder verschoben. Die vorgesehenen Mittel waren wegen Preissteigerungen in der Baubranche bereits von 76 auf 131 Millionen Euro aufgestockt worden. "Gerade vor dem Hintergrund eines aktuell sehr dynamischen Baumarktes wäre es ein unkalkulierbares Risiko gewesen, sich weiteren durch die Marktsituation verursachten Kostensteigerungen auszusetzen", erklärte Finanzminister Hilbers.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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