Sie sind hier: Home > Regional >

Trockenheit und Kostendruck: Viele NRW-Milchbauern geben auf

Düsseldorf  

Trockenheit und Kostendruck: Viele NRW-Milchbauern geben auf

25.06.2019, 12:44 Uhr | dpa

Trockenheit und Kostendruck: Viele NRW-Milchbauern geben auf. Kühe

Kühe von einem Milchbauern stehen auf einer knochentrockenen Weide im Schatten. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild (Quelle: dpa)

Hoher Wettbewerbsdruck hat viele Bauern in Nordrhein-Westfalen dazu bewogen, Kühe abzugeben und ihren Milchbetrieb ganz aufzugeben. Wie das Statistische Landesamtes am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, sank die Zahl der Milchkuhhaltungen im Mai binnen eines Jahres um 4,1 Prozent auf 5463. Vor allem kleine Milchbauern warfen das Handtuch - dadurch stieg die Durchschnittszahl der Tiere pro Betrieb sogar um eins auf 74. Rund 405 500 Kühe wurden im Mai den Angaben zufolge in NRW zur Milcherzeugung gehalten - das waren etwa 10 000 weniger als ein Jahr zuvor (minus 2,4 Prozent).

Der Rheinische Landwirtschaftsverband begründete die sinkenden Zahlen mit dem hohen Kostendruck in der Branche. Zwar seien die Milchpreise mit zuletzt 29 bis 34 Cent pro Kilo wieder etwas entfernt von früheren Tiefstständen, die Lage bleibe aber angespannt, sagte eine Sprecherin. Es habe drei schlechte Jahre nacheinander gegeben. "Der maßgebliche Grund sind die Marktverhältnisse."

Im vergangenen Jahr habe zudem die lange Trockenheit den Milchbauern zu schaffen gemacht. "Das Gras wuchs schlecht und die Nährwerte waren gering - es musste Ersatzfutter gekauft werden, was teuer war." Zudem gebe es Erkrankungen wie die Blauzungenkrankheit, wodurch Landwirte in betroffenen Sperrbezirken ihre Kälber nicht verkaufen konnten. Eine große Rolle spielt die Milchwirtschaft in den Kreisen Kleve und Borken, wo zusammengerechnet etwa ein Viertel aller NRW-Kühe gehalten werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal