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Angriff am S-Bahnhof und rechte Pöbeleien: Mann gesteht

Berlin  

Angriff am S-Bahnhof und rechte Pöbeleien: Mann gesteht

26.06.2019, 00:16 Uhr | dpa

Angriff am S-Bahnhof und rechte Pöbeleien: Mann gesteht. Landgericht Berlin

Das Treppenhaus des Kriminalgerichts Moabit, in dem das Landgericht untergebracht ist. Foto: Sven Braun (Quelle: dpa)

Nach mehreren gewalttätigen Angriffen und rechten Pöbeleien hat ein 28-Jähriger vor dem Berliner Landgericht gestanden. Zwei Syrer habe er auf dem S-Bahnhof Greifswalder Straße mit einer Flasche attackiert, weil er sich provoziert gefühlt habe, gab der Angeklagte zu Prozessbeginn am Mittwoch zu. Zudem habe er einen Kumpel mit einem Messer verletzt und Polizisten massiv beschimpft. Er sei allerdings kein Rechtsextremist. "Ich habe damals alle Menschen gehasst." Das sei Folge seines erheblichen Drogenkonsums gewesen.

Der vorbestrafte Angeklagte soll zwischen Januar und Mai 2018 immer wieder vor allem im öffentlichen Raum gewalttätig geworden sein und dabei seine rechte Gesinnung zur Schau gestellt haben. Nachdem er in einem Supermarkt in Berlin-Prenzlauer Berg ein Messer gezogen und einen Mann bedroht hatte, habe er alarmierte Polizisten beschimpft. Einen Beamten habe er wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt.

Verhaftet wurde der Angeklagte nach einem Angriff auf zwei Syrer. Er habe sie zunächst ausländerfeindlich beschimpft. Als einer der Männer gefragt habe, warum er so etwas sage, habe der 28-Jährige "eine große Wodkaflasche genommen und sie so heftig gegen den Kopf des Geschädigten geschlagen, dass ein Splitter der Flasche auch noch den daneben stehenden Zeugen traf" so die Anklage.

Der Verteidiger erklärte, sein Mandant befinde sich seit einem Jahr im Maßregelvollzug und werde therapiert. "Alkohol und Drogen sind sein großes Problem." Der Prozess um gefährliche Körperverletzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Beleidigung und Bedrohung wird am 1. Juli fortgesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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