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Wuppertal: Noch keine Leichen im Garten von Wuppertaler gefunden

83-Jähriger auf freiem Fuß  

Grabung beendet: Keine Leichen im Garten des Wuppertalers gefunden

02.07.2019, 09:06 Uhr | dpa

Wuppertal: Noch keine Leichen im Garten von Wuppertaler gefunden. Polizeieinsatz in Wuppertal: Ein Hund sucht im Garten des 83-Jährigen nach Spuren. (Quelle: dpa)

Polizeieinsatz in Wuppertal: Ein Hund sucht im Garten des 83-Jährigen nach Spuren. (Quelle: dpa)

Bei einem 83-jährigen Wuppertaler ist die Polizei neben umfangreicher Kinderpornografie in einem Safe auf zahlreiche Zeitungsartikel über vermisste Kinder gestoßen. Die Polizei hat daraufhin den Garten des 83-Jährigen umgegraben. Gefunden wurde jedoch nichts, die Grabung wurde nun beendet.

Die Polizei hatte in den vergangenen Tagen mit Baggern den etwa 1.000 Quadratmeter großen Privatgarten umgegraben. Der Bodenaushub wurde dabei von Leichenspürhunden untersucht. "Wir haben bislang keine Beweise, dass der Mann etwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat", betonte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert am Freitag in Wuppertal. Der Verdächtige bestreite dies auch, während er den Besitz der Kinderpornografie eingeräumt habe.

Die offenkundig pädophile Neigung des Mannes mit den Funden in seinem Haus hätten jedoch einen entsprechenden Verdacht erregt. Insgesamt wurden bei der Durchsuchung 50 Festplatten mit umfangreichem Bildmaterial sichergestellt. Eine erste Sichtung ergab, dass es sich teilweise um Kinderpornografie handele. Offenbar fand die Polizei bei der Durchsuchung auch Porträtfotos von kleinen Kindern, denen der Rentner in Kindertagesstätten vorgelesen hatte. Außerdem fanden die Beamten einen scharfen Revolver und Teile einer Panzerabwehrrakete ohne Sprengkopf.

Verdächtiger war in Flüchtlingshilfe engagiert

Es kam heraus: Der 83-Jährige hat ehrenamtlich Schüler bei den Hausaufgaben betreut. Die Polizei nahm Kontakt zu den Einrichtungen auf und startete zusätzliche Ermittlungen. "Wir befragen in diesem Fall derzeit eine Vielzahl von Personen", sagte Baumert. Nach derzeitigem Stand gebe es aber keine Hinweise, dass der Beschuldigte sein Ehrenamt ausgenutzt hat, um Kinder sexuell zu missbrauchen.

Ein Polizist steht mit einem Leichenspürhund vor einem Haus in Dellbusch, in dem Kinderpornografie gefunden wurde. (Quelle: dpa/David Young)Ein Polizist steht mit einem Leichenspürhund vor einem Haus in Dellbusch, in dem Kinderpornografie gefunden wurde. (Quelle: David Young/dpa)

Dem 83-Jährigen wurde anscheinend zum Verhängnis, dass er den Überblick über seine Sammlung an Kinderpornografie verlor. Er hatte – engagiert in der Flüchtlingshilfe – einer syrischen Familie einen USB-Stick übergeben, auf dem für sie wichtige Formulare abgespeichert waren.



"Da waren aber nicht nur die Formulare drauf, sondern auch Kinderpornografie", sagte Baumert. Der Vater der Familie habe die Arbeiterwohlfahrt über die Dateien informiert, die habe wiederum die Polizei eingeschaltet. Bereits einen Tag später war das Haus des Rentners durchsucht worden.

Gegen den Mann wurde ein Haftbefehl erlassen – wegen Besitzes von Kinderpornografie und Verstoßes gegen das Waffengesetz – aber gegen Auflagen wieder außer Vollzug gesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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