Sie sind hier: Home > Regional >

Weltmeister-Tor von 2014 in Rio steht nun an der Ostsee

Oldenburg in Holstein  

Weltmeister-Tor von 2014 in Rio steht nun an der Ostsee

27.06.2019, 18:21 Uhr | dpa

Weltmeister-Tor von 2014 in Rio steht nun an der Ostsee. 2014er-WM-Tor steht an der Ostsee

Mario Götze (l) schießt das 1:0 gegen Argentiniens Torhüter Romero (r) während des Finalspiels 2014. Foto: Diego Azubel/epa/Archiv (Quelle: dpa)

Den Schuss von Fußballer Mario Götze im Finale der Weltmeisterschaft 2014 in Rio de Janeiro werden Millionen Menschen noch deutlich in Erinnerung haben. Beim Stand von 0:0 gegen Argentinien nimmt er in der 113. Minute mit der Brust den Ball an und flankt ihn mit dem linken Fuß lässig in die Ecke des Tors. Dieses Tor hat Deutschland zu Fußball-Weltmeistern gemacht. Nun steht es an der Ostsee und große und kleine Kicker können es Götze nachmachen und den Ball feste in das originale WM-Tor von Rio donnern.

Seit Mittwoch steht es im Ferien- und Freizeitpark Weissenhäuser Strand im Kreis Ostholstein. Das Unternehmen hatte das Tor vor fast einem Jahr auf der Online-Auktionsplattform Ebay ersteigert - für 21 050 Euro und kostenlosem Versand. 157 Gebote hatte es für das 2,57 Meter hohe und 7,57 Meter breite Tor 157 Gebote gegeben. Das Geld kam komplett der Kinderhilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" zugute, zweckgebunden für Projekte in Brasilien.

"Nach der verkorksten WM 2018 ist das Tor nochmal ein Stück wertvoller", sagte Park-Geschäftsführer David Depenau am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ein Stück Metall mit hohem Reliquienwert. Diejenigen, die bereits den Ball darin versenken konnten, hätten von einem "Gänsehautgefühl" gesprochen.

Das Tor hat einiges zu bieten: "Der Artikel weist Gebrauchsspuren einer Fußballweltmeisterschaft auf: Leichte Abriebspuren von scharf geschossenen Bällen, getrocknete Schweißtropfen, sowie Frust- und Freudentränen von Weltklassefußballern und Torhütern", steht noch immer bei den Artikelmerkmalen auf Ebay geschrieben. Ebay selbst hatte das Tor eigenen Angaben zufolge nach Deutschland geholt. Zuvor soll es in den Katakomben des Maracanã-Stadions in Rio de Janeiro verstaubt und beinahe in Vergessenheit geraten sein.

Für Fußballfans dürfte das Tor aus Aluminium eine echte Devotionale - also eine Art Heiligtum - sein. Dass es dennoch nicht im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund gelandet ist, findet Museumsdirektor Manuel Neukirchner gar nicht so wild. "Das ist völlig in Ordnung", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Museum habe bereits das "sporthistorisch wichtigere" Tor ergattert - nämlich das Halbfinaltor vom legendären 7:1-Spiel gegen Brasilien.

"Das Tor steht nicht nur für die meisten Torschüsse, sondern auch für eine Haltung", sagte Neukirchner. Die Deutschen hätten - obwohl sie den Gastgebern in dem Spiel eine enorm hohe Niederlage beschert hätten - mit viel Feingefühl gespielt, seien nicht überheblich gewesen und hätten die Brasilianer nicht vorgeführt. So etwas werde es bei einer WM wohl nie wieder geben. Wann das Tor im Museum gezeigt werden soll, war zunächst unklar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal