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Düsseldorfer Freibad erneut vorzeitig geschlossen

Düsseldorf  

Düsseldorfer Freibad erneut vorzeitig geschlossen

01.07.2019, 05:57 Uhr | dpa

Düsseldorfer Freibad erneut vorzeitig geschlossen. Massen-Streit im Freibad

Polizisten stehen vor dem Rheinbad in Düsseldorf. Foto: Gerhard Berger/Archivbild (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Düsseldorfer Rheinbad hat an zwei Tagen hintereinander wegen aggressiver Stimmung vieler Gäste schließen müssen. "Das ist das erste Mal, dass wir ein Bad nicht wegen Gewitter räumen mussten, sondern aus anderem Grund", sagte der Leiter des Bäderbetriebs, Ralf Merzig, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es sei niemand verletzt worden. Man habe aber zuvor schon festgestellt, dass die Aggressivität und das Konfliktpotenzial in den vergangenen Jahren zugenommen hätten.

Am Samstag und Sonntag hatten sich nach Polizeiangaben mehrere hundert Jugendliche und junge Männer zusammengerottet. Von ihrer Sprache und ihrem Aussehen her seien viele von ihnen nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Es seien allerdings nur von zwei Männern die Personalien aufgenommen worden - wegen Beamtenbeleidigung. Bei ihnen habe es sich um Iraner gehandelt.

Fünf Personen hätten am Sonntag Hausverbote ignoriert, deswegen habe der Betreiber die Polizei um Unterstützung gebeten. Als die Beamten die Jugendlichen zur Liegewiese begleitet hätten, damit diese von dort noch ihre Sachen holen konnten, sei es erneut wie schon am Samstag zu einer Zusammenrottung mehrerer hundert Jugendlicher gekommen, die sich aggressiv und respektlos gebärdet hätten.

Während es bei den Jugendlichen bei Drohgebärden geblieben sei, hätten sich dann noch zwei deutsche Familien eine handfeste Schlägerei geliefert. "Manche Leute haben offenbar Defizite im Sozialverhalten", sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Am Samstag hatte sich den Beamten folgendes Bild geboten: Ein türkischer Familienvater stand schützend vor seiner Familie, umgeben von Hunderten junger Männer, die ihn anschreien. Einige sollen sich zuvor daneben benommen und über Decken und Badegäste gesprungen sein. Als sich ihnen daraufhin der Familienvater entgegenstellte, sah er sich rasch einer Menge von mehreren hundert Menschen gegenüber.

Mehrere Dutzend Polizisten waren im Einsatz. Am Samstag flogen Getränkekartons in Richtung der Einsatzkräfte, die Polizisten setzten Pfefferspray ein. Die Familie wurde schließlich aus dem Bad begleitet.

Die Ereignisse in Düsseldorf sind die jüngsten in einer Reihe von Vorfällen: Etwa in einem Bad in Essen attackierte eine Gruppe junger Männer am vergangenen Montag zwei Bademeister und ein junges Mädchen. Die Stadt verdoppelte daraufhin die Zahl der Sicherheitsleute in dem Bad. Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) zeigte sich empört. Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister beklagt schon seit längerem eine zunehmende Aggressivität in Freibädern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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