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Zwei Türme der "Brücke von Remagen" finden keinen Käufer

Erpel  

Zwei Türme der "Brücke von Remagen" finden keinen Käufer

01.07.2019, 07:01 Uhr | dpa

Zwei Türme der "Brücke von Remagen" finden keinen Käufer. Türme der "Brücke von Remagen"

Zwei verbundene Brückentürme der weitgehend zerstörten "Brücke von Remagen" ragen in die Höhe. Foto: Thomas Frey/Archivbild (Quelle: dpa)

Für ein Wahrzeichen des Zweiten Weltkrieges am Rhein gibt es auch ein Jahr nach Ablauf der ursprünglichen Bieterfrist keinen Käufer. Es geht um zwei Türme der weitgehend zerstörten, weltberühmten "Brücke von Remagen". Die zuständige Bonner Behörde teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: "Die Brückenpfeiler in Erpel sind nicht verkauft. Das Bundeseisenbahnvermögen ist unverändert bemüht, das betreffende Grundstück zu veräußern." Der einst angestrebte Verkauf an Interessenten, die eine Stiftung für die Türme hätten gründen wollen, sei gescheitert. Eine ursprüngliche Frist für Bieter hatte am 1. Juli 2018 geendet.

Die im Erdgeschoss verbundenen rechtsrheinischen zwei Brückentürme bei Erpel sind ein Jahrhundert alt und stehen unter Denkmalschutz. Heizung und Wasserleitungen fehlen, die dunklen leeren Bauwerke sind sanierungsbedürftig. Erpels scheidende Bürgermeisterin Cilly Adenauer (CDU) sagt, die Dächer seien renoviert, nicht aber die Wände: "Es ist nicht ausgeschlossen, dass Fassadenteile herabstürzen." 

Edgar Neustein, Vorsitzender des Kulturvereins Ad Erpelle, erklärt, dieser habe mit einem Investor über eine zu gründende Stiftung den Kauf der Brückentürme für Kunstausstellungen versucht, aber wegen der baulichen und finanziellen Risiken aufgegeben. Nun strebe der Verein die Gründung einer rheinland-pfälzischen Landesstiftung für alle vier Türme an: Zwei weitere beherbergen am Remagener Rheinufer ein Museum, das wegen mangelhaften Brandschutzes derzeit geschlossen ist.

Im März 1945 hatten alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg bei Remagen erstmals den Rhein überschritten. Sie überquerten die nach einem missglückten deutschen Sprengversuch erst noch weiter stehende Brücke. Wenige Tage später stürzte sie doch noch ein. Der US-Film "Die Brücke von Remagen" machte das Bauwerk weltberühmt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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