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Weil findet Standortwahl für Batteriefabrik "irritierend"

Salzgitter  

Weil findet Standortwahl für Batteriefabrik "irritierend"

02.07.2019, 12:49 Uhr | dpa

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Standortwahl für die Batteriezellenforschung kritisiert. Die Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) für Münster sei "überraschend und gelinde gesagt irritierend", sagte er am Dienstag am Rande seiner Sommerreise. Zusammen mit den Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg beschwerte er sich in einem Brief bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Mit der Entscheidung für Münster, die wohl einen langwierigen Aufbau neuer Strukturen nach sich zieht, wird wertvolle Zeit im Wettlauf gegen Deutschlands Wettbewerber verloren", heißt es darin.

"Wir möchten so einen Vorgang ungern unkommentiert im Raum stehen lassen", sagte Niedersachsens Ministerpräsident. Weil und die Regierungschefs Markus Söder (CSU/Bayern) und Winfried Kretschmann (Grüne/Baden-Württemberg) forderten Merkel auf, die Standortentscheidung nochmals zu prüfen. Deutschland könne es sich nicht erlauben, die an den Standorten Salzgitter, Ulm und Augsburg vorhandenen Potenziale in Zukunft ungenutzt zu lassen.

Bis zuletzt war umstritten, welche Stadt den Zuschlag für die "Forschungsfertigung Batteriezelle" bekommen soll. Weil, Söder und Kretschmann kritisieren, dass in der Auswahlkommission weder die Vertreter der Industrie noch der Fraunhofer-Gesellschaft als Gutachter der Standortbewerbungen für Münster votierten. Sie hatten Standorte wie Salzgitter, Ulm und Augsburg an der Spitze des Bewerberfeldes gesehen. Weil fordert deshalb Aufklärung: "Eine überzeugende Begründung darf man wohl schon erwarten."

Karliczek hatte am Montag im ARD-Mittagsmagazin die Entscheidung für Münster verteidigt. "Das überzeugendste Konzept für Batterieforschungsproduktion und Recycling hat Münster vorgelegt", sagte sie. Die Entscheidung habe nichts mit dem Standort in der Nähe ihres Wahlkreises zu tun. Karliczek kommt aus Ibbenbüren in der Nähe von Münster. Die Bundesregierung will in der Batterietechnologie im internationalen Wettbewerb aufholen und kurbelt die Forschung mit 500 Millionen Euro an.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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