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Kegelrobben haben zahlreichen Nachwuchs: Bestände wachsen

Wilhelmshaven  

Kegelrobben haben zahlreichen Nachwuchs: Bestände wachsen

02.07.2019, 16:35 Uhr | dpa

Kegelrobben haben zahlreichen Nachwuchs: Bestände wachsen. Eine Kegelrobbe am Strand

Eine Kegelrobbe liegt am Strand der Düne vor Helgoland. Foto: Carsten Rehder/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Zahl der Kegelrobben in der Nordsee nimmt weiter zu. Im Zeitraum 2018/19 wurden im deutschen, dänischen und niederländischen Wattenmeer 6538 Tiere gezählt. Das sind nach Angaben der Trilateralen Expertengruppe vom Dienstag 394 Kegelrobben mehr als bei der Zählung zuvor. Während der Wurfzeit in den Wintermonaten wurden insgesamt 1684 Jungtiere erfasst, die meisten davon in den Niederlanden (1062).

Im dänischen Wattenmeer fiel ein besonders starker Anstieg von 79 Prozent auf 408 Tiere auf. Die Experten schließen aus diesem Trend, dass Kegelrobben ihr Verbreitungsgebiet über das gesamte Wattenmeer einschließlich Dänemarks ausdehnen. Die Tiere nutzten das dänische Wattenmeer zwar nicht regelmäßig als Wurfgebiet, sagte Sascha Klöpper vom gemeinsamen Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven. In Zukunft könnte sich aber auch dort eine neue Kolonie ansiedeln.

Neben dem starken Anstieg in Dänemark gab es einen Zuwachs um 18 Prozent auch in Niedersachsen/Hamburg auf 451 Tiere, in den Niederlanden um 4 Prozent auf 4760 Tiere. Erstmals wurden auch im Hamburger Wattenmeer regelmäßig Kegelrobben gesichtet. Im Wattenmeer von Schleswig-Holstein wurden dagegen mit 155 Robben 18 Prozent weniger als im Vorjahr beobachtet. Auf Helgoland war der Rückgang mit 2 Prozent (764 Tiere) gering. Unterschiede zwischen den Gebieten könnten verschiedene Faktoren wie schwankendes Nahrungsangebot, Veränderung der Sandbänke oder lokale Störungen sein.

Kegelrobben sind die größten Raubtiere an der Wattenmeerküste und waren vor mehr als 100 Jahren durch starke Bejagung nahezu ausgerottet. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Tiere aus britischen Gewässern wieder ins Wattenmeer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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