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Unesco erkennt Montanregion Erzgebirge als Weltkulturerbe an

Baku  

Unesco erkennt Montanregion Erzgebirge als Weltkulturerbe an

07.07.2019, 11:45 Uhr | dpa

Unesco erkennt Montanregion Erzgebirge als Weltkulturerbe an. Freiberg

Blick über die Tagesanlagen des Schachts "Reiche Zeche" des Bergwerks "Himmelfahrt Fundgrube" in Freiberg. Foto: Jan Woitas/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Unesco hat die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als Weltkulturerbe anerkannt. Das Komitee nahm das historische Bergbaugebiet in Sachsen und Böhmen in Tschechien am Samstag auf seiner Sitzung in Aserbaidschan in die Liste schützenswerten Erbes der Welt auf. Diese von den beiden Ländern nominierte Stätte sei von universellem Wert. Delegierte sprachen von einem "Meisterwerk menschlicher Kreativität".

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dankte für die Anerkennung. Das Projekt sei ein Beispiel für internationale Zusammenarbeit. "Glück auf!", sagte er. Kretschmer war mit nach Baku gereist, um in der entscheidenden Sitzung des Welterbekomitees die Bewerbung zu unterstützen. Jetzt gelte es, mit dem Welterbetitel die Attraktivität des Erzgebirges weiter auszubauen, für seine Bewohner und Gäste. Die Montanregion könne dabei fest auf die Unterstützung der Staatsregierung zählen.

Sachsen verfüge damit neben dem "Muskauer Park/Park Mużakowski" über eine zweite Unesco Welterbestätte, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Der Unesco-Welterbetitel sei die höchste Auszeichnung, die ein Kulturgut erlangen kann. "Der Ruf Sachsens als Kulturreiseziel Nummer eins in Deutschland wird dadurch eindrucksvoll untermauert", so Dulig.

Jana Mrackova-Vildumetzova von der tschechischen Kreisverwaltung in Karlovy Vary (Karlsbad) sprach von einem "außerordentlichen Ereignis" auch für beide Länder. "Damit wurde der besondere Wert der Region Krušnohoří bestätigt", sagte sie der Agentur CTK.

"Dieser Tag ist ein ganz besonderer für uns", sagte der Vorsitzende des Vereins Welterbe Montanregion ErzgebirgeErzgebirge/Krušnohoří, Volker Uhlig. Die Aufnahme in die Liste schützenswerten Erbes der Welt sei auch Ausdruck des unglaublichen Wertes der Bergbaugeschichte der Region.

"Die Anerkennung als Welterbestätte ist eine einmalige Chance, den Bekanntheitsgrad des Erzgebirges weltweit auszubauen und der Region neue Entwicklungsimpulse für den Tourismus mit auf den Weg zu geben", sagte Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge. Mehr als 800 Jahre Bergbau hätte im Erzgebirge zu einer "einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur" geführt, die eine montane transnationale Kulturlandschaft von universellem Wert hervorbrachte.

Die Region wollte eigentlich schon vor wenigen Jahren das Unesco-Siegel erhalten. Nach Bedenken des Weltdenkmalrats (Icomos) wurde die Bewerbung aber zurückgezogen und überarbeitet. Nun klappte es nach 20 Jahren auf der Vorschlagsliste für den Welterbe-Titel.

Die Region bewarb sich auf sächsischer Seite mit 17, auf tschechischer Seite mit 5 Bestandteilen um den Titel. Die ausgewählten Denkmäler, Natur- und Kulturlandschaften repräsentieren als Zeugen einer 800-jährigen Geschichte die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.

Hinter dem Antrag standen drei Landkreise sowie 32 Städte und Gemeinden. Sie hatten sich in einem Verein zusammengeschlossen, um das Erzgebirge zum Welterbe zu machen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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