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Bistum: Fortschritte bei Aufarbeitung von Missbrauchsskandal

Speyer  

Bistum: Fortschritte bei Aufarbeitung von Missbrauchsskandal

08.07.2019, 13:21 Uhr | dpa

Bistum: Fortschritte bei Aufarbeitung von Missbrauchsskandal. Kindesmissbrauch

Eine Puppe liegt am Straßenrand. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv (Quelle: dpa)

Bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche kommt das Bistum Speyer nach eigenen Angaben gut voran. So sei die Bereitschaft, auffällige Verhaltensweisen bei den beiden Missbrauchsbeauftragten des Bistums zu melden, deutlich gestiegen, teilte Generalvikar Andreas Sturm am Montag mit. "Ich werte das als positiven Hinweis auf eine gewachsene Sensibilität im Umgang mit Grenzverletzungen und als Ausdruck dafür, dass nicht mehr weggeschaut wird - sondern missbräuchliche Verhaltensweisen im Interesse der Betroffenen aufgedeckt werden", meinte Sturm.

Seit das Bistum im Jahr 2010 unabhängige Missbrauchsbeauftragte eingesetzt habe, seien 238 Verdachtsfälle überprüft worden, hieß es. Bei etwa einem Drittel ergab sich der Verdacht aus einer Durchsicht aller Personalakten des Bistums bis ins Jahr 1912. Die Prüfung durch die Staatsanwaltschaft komme häufig zu dem Schluss, dass der Fall bereits verjährt ist, kein hinreichender Anfangsverdacht besteht oder es sich um Beobachtungen unterhalb der Schwelle einer strafrechtlichen Relevanz handelt, teilte das Bistum mit.

An die strafrechtliche Ermittlung schließt sich eine kirchenrechtliche Aufarbeitung an. Seit 2010 seien sechs Priester mit dem Verbot belegt, Gemeindegottesdienste zu feiern oder sich Kindern und Jugendlichen zu nähern, hieß es.

"Wer grenzverletzendes Verhalten selbst erfährt oder in seinem Umfeld beobachtet, ist heute schneller bereit, die zuständigen Stellen in Kenntnis zu setzen", meinte Ansgar Schreiner, einer der unabhängigen Missbrauchsbeauftragten des Bistums Speyer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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