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Erster Bus ohne Fahrer rollt durch Wusterhausen

Wusterhausen/Dosse  

Erster Bus ohne Fahrer rollt durch Wusterhausen

11.07.2019, 13:54 Uhr | dpa

Erster Bus ohne Fahrer rollt durch Wusterhausen. Roboterbusse im Nahverkehr

Ein Bus vom Typ EZ10 fährt in der Innenstadt von Wusterhausen bei der Präsentation. Foto: Uwe Anspach/Archiv (Quelle: dpa)

Er ist weiß, hat sechs Sitzplätze und soll künftig mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde unterwegs sein: Der erste fahrerlos fahrende Bus Brandenburgs ist am Donnerstag in Wusterhausen (Ostprignitz-Ruppin) getestet worden. Am kommenden Montag soll der Kleinbus nach Angaben der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordbrandenburg (REG) dann auch offiziell die ersten Haltestellen der Stadt anfahren.

In dem selbstfahrenden Elektrobus sitzt derzeit aber noch ein speziell geschulter Busfahrer, der das System überwachen soll. Dieser sogenannte Operator kann den Bus auch per Hand steuern, sollte sich auf der programmierten Route ein Hindernis befinden - etwa ein parkendes Auto.

"Der Operator soll den Leuten ein sicheres Gefühl geben und im Notfall auch eingreifen", sagte ein REG-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Noch werde der Bus in der Projektphase getestet. Busse des gleichen Typs würden aber etwa in Nizza oder Paris schon ohne Operator fahren.

In einer ersten Phase fährt der Kleinbus nach Angaben des Infrastruktur-Ministeriums auf einer Strecke, die den Stadtkern mit dem Bahnhof und einem Supermarkt verbindet. Später sollen auch eine Siedlung am Rande der Stadt und ein Campingplatz angefahren werden. Die Geschwindigkeit soll im Laufe des Probebetriebs nach und nach erhöht werden. Zunächst sind höchstens 15 Kilometer pro Stunde von der Dekra zugelassen - später soll das Fahrzeug bis zu 25 Kilometern pro Stunde schnell unterwegs sein.

Bis Mitte des Jahres 2020 soll untersucht werden, wie automatisierter Verkehr in ländlichen Regionen funktioniert. Gefördert wird das Projekt vom Bund mit 1,54 Millionen Euro. Neben der REG sind unter anderem die Ostprignitz-Ruppiner Verkehrsgesellschaft (OPR) und die Technischen Universitäten Berlin und Dresden beteiligt.

Beim ersten in Deutschland genehmigten Test für das künftige autonome Fahren auf öffentlichen Straßen sind im niederbayerischen Bad Birnbach seit Oktober 2017 zwei Minibusse unterwegs. Seit dem Frühjahr 2018 pendeln in Berlin jeweils zwei Busse auf dem Gelände der Charité und auf dem Campus Virchow-Klinikum.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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