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Mieter bei Einbruch getötet: Sicherungsverwahrung für Täter

Berlin  

Mieter bei Einbruch getötet: Sicherungsverwahrung für Täter

11.07.2019, 18:00 Uhr | dpa

Mieter bei Einbruch getötet: Sicherungsverwahrung für Täter. Bronzestatue der Justitia

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Ein Serieneinbrecher, der in Berlin-Kreuzberg einen 54 Jahre alten Mieter tödlich verletzt hatte, ist zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht eine anschließende Sicherungsverwahrung gegen den 43-Jährigen an. Der Mann habe seit mehr als 25 Jahren immer wieder Straftaten begangen und sich trotz verhängter Strafen nicht geändert, begründeten die Richter am Donnerstag.

Im aktuellen Prozess ging es um vier Einbrüche. Nur einen Monat nach seiner letzten Haftentlassung sei der Mann im September 2018 über ein Baugerüst in eine Wohnung eingestiegen, um Geld zur Finanzierung seiner Drogensucht zu stehlen, hieß es im Urteil. Als der Mieter mit einem Baseballschläger auf ihn zuging, habe der Angeklagte den Geschädigten mit einem Messer tief in den Unterarm gestochen. Der Mann sei daraufhin verblutet. Zwei Tage später sei der 43-Jährige erneut in eine Wohnung eingestiegen, habe einen Mann mit einem Messer bedroht und Geld verlangt.

Der Angeklagte wurde unter anderem des räuberischen Diebstahls mit Todesfolge, der schweren räuberischen Erpressung und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen. Wegen der jahrelangen Drogensucht des Mannes ging das Gericht von verminderter Schuldfähigkeit aus. Von einer Unterbringung in einer Entziehungsanstalt sei abgesehen worden, weil eine Therapie laut Gutachter ohne Aussicht auf Erfolg wäre.

Die Staatsanwältin hatte 14 Jahre Haft sowie die Anordnung von Sicherungsverwahrung verlangt. Die Verteidiger forderten eine Strafe von unter zehn Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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