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Ex-Ehefrau mit Messer attackiert: 12 Jahre Haft

Bad Windsheim  

Ex-Ehefrau mit Messer attackiert: 12 Jahre Haft

11.07.2019, 18:15 Uhr | dpa

Ex-Ehefrau mit Messer attackiert: 12 Jahre Haft. "Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth" steht auf einem Schild

"Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth" steht auf einem Schild. Foto: Daniel Karmann/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Opfer glaubte an eine harmlose Umarmung zum Abschied, ihr Ex-Mann missbrauchte die Geste dagegen für eine hinterhältige Messer-Attacke: Wegen versuchten Mordes ist am Donnerstag in Nürnberg ein 30 Jahre alter Mann aus Bad Windsheim zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt worden. Zugleich ordnete das Landgericht Nürnberg-Fürth gegen Ende der Haftzeit die Unterbringung des Verurteilten in einer Entziehungsanstalt an. Der zunächst bis Freitag terminierte Prozess war bereits am Donnerstag zu Ende gegangen.

Das Gericht sah es am Ende des fünftägigen Prozesses als erwiesen an, dass der Mann im Juni 2018 seine frühere Frau im mittelfränkischen Bad Windsheim auf offener Straße mit einem Messer attackiert hatte. Anlass war ein Gespräch mit seiner Ex-Frau, um das der Angeklagte in seiner Bad Windsheimer Wohnung noch einmal gebeten hatte.

Als sich die Frau später von dem 30-Jährigen verabschiedete, hatte der Mann sie um eine letzte Umarmung gebeten. Im Vertrauen darauf, dass er sie wohlwollend in die Arme habe schließen wollen, habe sie sich darauf eingelassen, berichtet die Staatsanwaltschaft. Der als Arbeiter beschäftigte Angeklagte habe dagegen die Situation kaltblütig ausgenutzt und mit einem im Hosenbund versteckten Messer auf die Frau eingestochen.

Selbst als ein Passant der attackierten Frau zur Hilfe eilte und dem Angreifer das Messer entrang, habe sich der Angreifer nur kurz von seiner Tat abhalten lassen. Stattdessen zückte der 30-Jährige nach Erkenntnissen der Ermittler ein zweites im Hosenbund verstecktes Messer und stach mit den Worten "Schlampe, ich bring Dich um" und "Wenn ich Dich nicht haben kann, soll niemand Dich mehr haben" weiter auf sein Opfer ein. Die Frau sei mit insgesamt 24 teils lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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