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Köln: "Fridays for Future" ruft zu Generalstreik auf

Demos für Klimaschutz  

"Fridays for Future" ruft zu Generalstreik auf

12.07.2019, 16:15 Uhr | dpa

Köln: "Fridays for Future" ruft zu Generalstreik auf. Klimaschützer vor dem Kölner Dom: In Nordrhein-Westfalen haben Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang demonstriert. (Quelle: dpa)

Klimaschützer vor dem Kölner Dom: In Nordrhein-Westfalen haben Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang demonstriert. (Quelle: dpa)

Am letzten Schultag haben sich in Nordrhein-Westfalen noch einmal Hunderte Schüler an "Fridays for Future"-Aktionen für mehr Klimaschutz beteiligt – und zu einem Generalstreik aufgerufen.

Auch am Freitag sind in Köln, DüsseldorfNeuss und Dortmund erneut Hunderte Schülerinnen und Schüler für einen besseren Klimaschutz auf die Straße gegangen. Die Demonstrationen begannen aber erst nach der Ausgabe der Zeugnisse. Die Schüler legten Wert darauf zu zeigen, dass es ihnen keinesfalls darum gehe, den Unterricht zu schwänzen.

In Köln fand diese Woche ein Dauerstreik von Montag bis Freitag statt. "Wir bestreiken auch unsere Freizeitaktivitäten", betonte Schülerin Jana am Freitag in einer Rede. "Aber wieso passiert immer noch nichts?" Sie kündigte für den 20. September den ersten bundesweiten "Fridays for Future-Generalstreik" an.

Daran sollten sich auch ältere Menschen beteiligen. In Köln traten am Freitag bereits "Oldies for Future" und "Grannies for Future" auf. Die Großmütter zeigten ein Transparent mit der Aufschrift "Wir sind hier und empört, weil man unsere Enkel nicht hört!"

Oberbürgermeisterin diskutiert mit Schülern

Auch die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker diskutierte am Freitag vor dem Rathaus mit den "Fridays for Future"-Demonstranten. Eine Schülervertreterin forderte von ihr, der Klimaschutz müsse oberste Priorität bekommen. Die Diskussion war von lauten Sprechchören begleitet, so dass die Politikerin Schwierigkeiten hatte, sich verständlich zu machen.

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln, ist auf der Fridays for Future-Demonstration.  (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln, ist auf der Fridays for Future-Demonstration.

"Ich habe meiner Gesprächspartnerin gesagt, dass es mir nicht auf die Begrifflichkeit ankommt, ob Klimaschutz nun hohe oder höchste Priorität genießt", erläuterte Reker anschließend.


Wichtig sei, dass etwas geschehe und es nicht bei Symbolpolitik bleibe. Dennoch müsse man so ehrlich sein zu sagen, dass es auch eine hohe Priorität habe, Wohnungen und Schulen zu bauen. "Aber bei jeder Straße brauchen wir einen Fahrradweg daneben."

Weitere Aktionen in den Ferien

Auch in den Ferien soll es Aktionen geben. So wird im Revierpark Wischlingen in Dortmund vom 31. Juli bis zum 4. August ein "Fridays for Future-Sommerkongress" organisiert.

Dazu treffen sich Jugendliche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien zu Workshops und Konzerten. "Unsere Botschaft ist: Die Politik macht Ferien - wir streiken durch", sagte am Freitag Julius Obhues (16) von "Fridays for Future" Dortmund.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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