Sie sind hier: Home > Regional >

Aufarbeitung von Missbrauchsfällen der katholischen Kirche

Hamburg  

Aufarbeitung von Missbrauchsfällen der katholischen Kirche

12.07.2019, 16:45 Uhr | dpa

Aufarbeitung von Missbrauchsfällen der katholischen Kirche. Kindesmissbrauch

Eine Puppe liegt am Straßenrand. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv (Quelle: dpa)

Das Erzbistum Hamburg hat Forscher der Universität Ulm mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Mecklenburg betraut. Der für dieses Thema berufene Beirat des Erzbistums beschloss nach eigenen Angaben auf seiner Sitzung am Freitag in Schwerin die Vergabe des Auftrages. "Die Universität Ulm hat einen überzeugenden Projektantrag eingereicht. Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung schlimmer Missbrauchstaten", zeigte sich der Beiratsvorsitzende Martin Colberg in einer Mitteilung gewiss. Die Forschungsarbeit werde im Herbst mit einer Veranstaltung in Neubrandenburg starten, zu der auch Betroffene eingeladen würden.

Das Projekt trägt den Titel "Aufarbeitung und Dokumentation - Sexueller Missbrauch durch katholische Priester und andere im Dienst der katholischen Kirche stehenden Personen in Mecklenburg". Laut Mitteilung sollen die Geschehnisse auf mehreren Ebenen erforscht werden. Dazu würden das vorliegende Datenmaterial gesichtet, Erfahrungsberichte ausgewertet und Interviews mit Betroffenen geführt.

"Die offene und transparente Aufarbeitung soll betroffenen Frauen und Männern psychische Entlastung ermöglichen und einen Beitrag zur individuellen Aufarbeitung leisten", heißt es in der Mitteilung weiter. Dem Erzbistum sind nach eigenen Angaben für den Zeitraum von 1945 bis 2015 insgesamt 17 Priester bekannt, die in Mecklenburg Missbrauchshandlungen verübt haben sollen. Den kirchlichen Unterlagen zufolge waren 54 Kinder und Jugendliche betroffen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal