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Kreuzfahrtgegner demonstrieren in Kiel

Kiel  

Kreuzfahrtgegner demonstrieren in Kiel

13.07.2019, 15:27 Uhr | dpa

Kreuzfahrtgegner demonstrieren in Kiel. Demonstration gegen Kreuzfahrtschiffe

Demonstrationsteilnehmer tragen ein Banner mit der Aufschrift "Kreuzfahrtschiffe kentern" durch Kiel. Foto: Axel Heimken (Quelle: dpa)

Gegner des Kreuzfahrttourismus haben am Samstag in Kiel demonstriert. Die Polizei sprach von etwa 200 Teilnehmern. Laut skandierend "Klimaschutz statt Kreuzfahrtschmutz", zogen sie am Nachmittag friedlich durch die Innenstadt zum Ostseekai, wo ein Kreuzfahrtschiff vor Anker lag. Veranstalter waren Umwelt- und Klimaschutzgruppen. Nachdem Kreuzfahrtgegner am Pfingstwochenende ein Schiff sechs Stunden lang blockiert hatten, wurde die Protestaktion diesmal von einem starken Polizeiaufgebot begleitet.

Kiel, Hamburg und Rostock-Warnemünde sind die größten Kreuzfahrthäfen in Deutschland. Für diese Saison hatten die Reedereien für Kiel 178 Anläufe von 33 verschiedenen Schiffen angemeldet. Am Samstag hatten am Förde-Ufer insgesamt drei Kreuzfahrer der Reedereien Aida, Tui Cruises und MSC festgemacht. Insgesamt rund 20 000 Passagiere gingen in Kiel von Bord oder wollten hier eine Reise antreten.

Die Kreuzfahrtgegner begründen ihren Widerstand mit dem Ausstoß klimaschädlicher Stoffe aus den Schiffen und aus ihrer Sicht unzureichenden Gegenmaßnahmen. Die Reedereien halten dem ihre Bemühungen entgegen. So hat Aida angekündigt, 2023 würden 94 Prozent aller Fahrgäste auf Schiffen reisen, die vollständig mit emissionsarmem Flüssig-Erdgas oder im Hafen mit grünem Landstrom betrieben werden können.

Tui Cruises erklärte, seine Schiffe erfüllten bereits die Emissions-Standards, die ab 2020 gelten. Sie verbrauchten 30 bis 40 Prozent weniger Energie als Schiffe vergleichbarer Größe.

Der Kreuzfahrtverband Clia nehme die Proteste ernst, sagte Deutschland Direktor Helge Grammerstorf der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind immer bereit, faktenbasiert und sachlich mit den Kritikern über alles zu diskutieren."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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