Sie sind hier: Home > Regional >

Kreuzfahrtgegner demonstrieren friedlich in Kiel

Kiel  

Kreuzfahrtgegner demonstrieren friedlich in Kiel

14.07.2019, 11:41 Uhr | dpa

Kreuzfahrtgegner demonstrieren friedlich in Kiel. Teilnehmer mit Lastenrad und Kindern

Teilnehmer der Demonstration fahren mit einem Lastenrad mit der Aufschrift "Stadtstrand statt Terminal" durch die Straßen. Foto: Axel Heimken (Quelle: dpa)

Etwa 300 Menschen haben nach Polizeiangaben in Kiel gegen den Kreuzfahrttourismus demonstriert. Laut "Klimaschutz statt Kreuzfahrtschmutz" rufend, zogen sie am Samstagnachmittag friedlich durch die Innenstadt zum Ostseekai, wo ein Kreuzfahrtschiff lag. Veranstalter waren Umwelt- und Klimaschutzgruppen. Nachdem Kreuzfahrtgegner zu Pfingsten ein Schiff sechs Stunden lang blockiert hatten, wurde die Protestaktion diesmal von einem starken Polizeiaufgebot begleitet. Auch auf dem Wasser waren Beamte im Einsatz.

Die Aktion endete am Nachmittag deutlich früher als geplant. Alles sei sehr ruhig und absolut störungsfrei verlaufen, sagte eine Polizeisprecherin.

Kiel, Hamburg und Rostock-Warnemünde sind die größten Kreuzfahrthäfen in Deutschland. Für diese Saison hatten die Reedereien für Kiel 178 Anläufe von 33 verschiedenen Schiffen angemeldet. Am Samstag hatten am Förde-Ufer insgesamt drei Kreuzfahrer der Reedereien Aida, Tui Cruises und MSC festgemacht. Insgesamt rund 20 000 Passagiere gingen in Kiel von Bord oder wollten hier eine Reise antreten.

Die Kreuzfahrtgegner begründen ihren Widerstand mit dem Ausstoß klimaschädlicher Stoffe aus den Schiffen und aus ihrer Sicht unzureichenden Gegenmaßnahmen. Die Reedereien halten dem ihre Bemühungen entgegen. So hat Aida angekündigt, 2023 würden 94 Prozent aller Fahrgäste auf Schiffen reisen, die vollständig mit emissionsarmem Flüssig-Erdgas oder im Hafen mit grünem Landstrom betrieben werden können.

Tui Cruises erklärte, seine Schiffe erfüllten bereits die Emissions-Standards, die ab 2020 gelten. Sie verbrauchten 30 bis 40 Prozent weniger Energie als Schiffe vergleichbarer Größe.

Der Kreuzfahrtverband Clia nehme die Proteste ernst, sagte Deutschland Direktor Helge Grammerstorf der Deutschen Presse-Agentur vor der Samstag-Demonstration. "Wir sind immer bereit, faktenbasiert und sachlich mit den Kritikern über alles zu diskutieren."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal