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Junge Polizisten kämpfen gegen "ACAB"-Schmierereien

Bochum  

Junge Polizisten kämpfen gegen "ACAB"-Schmierereien

16.07.2019, 05:57 Uhr | dpa

Junge Polizisten der Bochumer Polizei wehren sich gegen Graffitis mit der abwertenden Abkürzung "ACAB", die für "All Cops Are Bastards" (übersetzt: "Alle Polizisten sind Bastarde") steht. "Wir begegnen den Schriftzügen täglich vielfach entweder als Wandschmiererei oder als Aufkleber und empfinden sie als üble Verunglimpfung unseres gesamten Berufsstandes", sagte der Sprecher der "Jungen Gruppe" der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Richard Knott, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die WAZ darüber berichtet.

Die Beamten wollen zunächst dokumentieren und erfassen, wie oft und wo die beleidigenden Slogans in den Städten Bochum, Herne und Witten zu finden sind. "Dann werden wir die Kommunen als Eigentümer öffentlicher Wandflächen wie auch den Landesbaubetrieb Straßen.NRW als Betreiber von Autobahnschildern und -brücken auffordern, die Schmierereien schnell zu entfernen. Zum Beispiel an der von vielen Autos befahrenen A40 durchs Ruhrgebiet."

Denn wenn "ACAB" dauerhaft stehen bleibe, setzten sich die Buchstaben und ihre diskreditierende Bedeutung als vermeintlich selbstverständlicher Oberbegriff in den Köpfen der Öffentlichkeit fest. Das untermauere den Trend zur Respektlosigkeit gegenüber den Ordnungskräften der Polizei. "Dem möchten wir entgegenwirken", so Knott.

Weil die Titulierung sich allgemein auf alle Polizisten beziehe, sei sie als Beleidigung nicht strafbewehrt, sagte der Gewerkschafter weiter. Man könne sie nur ahnden, wenn ein sehr eng umgrenzter Personenkreis gezielt damit angesprochen und gemeint sei: "Gegen die Verallgemeinerung sind wir quasi machtlos."

Dass die jungen Polizisten mit ihrer Aktion nicht die Urheber der gesprühten oder aufgeklebten Schmähungen erreichen, ist ihnen bewusst. Die stammten mutmaßlich aus einer politisch eher linken Ecke wie auch aus Kreisen der Fußballszene, wo viele die Polizei pauschal als Gegner betrachteten, hieß es. "Allerdings identifizieren wir Beamte uns stark mit unserem Beruf und sehen es als Angriff auf die staatliche Ordnung, wenn der Schriftzug ACAB verwendet wird", erklärte Knott weiter.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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