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Künstler Rainer Opolka setzt Zeichen nach Lübcke-Mord

Kassel  

Künstler Rainer Opolka setzt Zeichen nach Lübcke-Mord

16.07.2019, 13:30 Uhr | dpa

Künstler Rainer Opolka setzt Zeichen nach Lübcke-Mord. Rainer Opolka mit seinen Wolfsfiguren

Der Brandenburger Künstler Rainer Opolka steht zwischen seinen Wolfsfiguren auf dem Königsplatz. Foto: Göran Gehlen (Quelle: dpa)

Nach dem Mord an Walter Lübcke hat ein Brandenburger Künstler mit übergroßen Wolfsfiguren zum Widerstand gegen Hass und Hetze aufgerufen. Der Bildhauer Rainer Opolka zeigte die Bronzefiguren am Dienstag in Kassel auf dem Königsplatz. Anlass der Aktion seien die Hinrichtung Lübckes und die Hasskommentare gewesen, die danach im Internet kursierten, erklärte Opolka: "Ich stehe hier und sage: Schluss mit dieser Hasspropaganda."

Die Wolfsmenschen, die teilweise Waffen tragen, sind für ihn ein Symbol des Nationalsozialismus. Daher habe die Aktion das Motto "Demokratie und Menschlichkeit kann man nicht mit Messern erstechen oder mit Pistolen aus der Welt schießen!" Die Kritik des Künstlers richtet sich auch gegen die AfD. "Insbesondere die Hetze und Hasspropaganda der AfD bewirken in den sozialen und realen Netzwerken Desinformation, eine Umwertung der Werte und eine von jedweder Rechtsstaatlichkeit entbundene Moral", erklärte der Bildhauer.

Nach eigenen Angaben zieht Opolka seit drei Jahren mit seinen Wölfen durch Deutschland. Er erscheine immer dort, wo Menschenrechte und Demokratie gefährdet seien. Bislang war er an 15 Orten, so in München zum NSU-Prozess oder in Chemnitz nach den rechten Unruhen. Hinter den Aktionen stehe nur er, sagte Opolka: "Ich finanziere alles selber."

Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat gestanden und dann sein Geständnis widerrufen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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