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Lebenslange Haft: Auftragsmord an Frankfurter Geschäftsmann

Frankfurt am Main  

Lebenslange Haft: Auftragsmord an Frankfurter Geschäftsmann

17.07.2019, 01:04 Uhr | dpa

Lebenslange Haft: Auftragsmord an Frankfurter Geschäftsmann. Ein hölzerner Hammer liegt auf einer Richterbank

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal. Foto: Uli Deck/Archivbild (Quelle: dpa)

Wegen Auftragsmordes an einem Frankfurter Geschäftsmann ist ein 47 Jahre alter Mann am Mittwoch in Frankfurt zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht ging nach knapp einjähriger Prozessdauer von einem "klaren Fall des heimtückischen Mordes" aus und entsprach damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Inhaber eines Wettbüros war Anfang Januar 2014 vor seinem Büro in Frankfurt-Sachsenhausen mit drei Schüssen aus einer Maschinenpistole getötet worden. Auftraggeber war nach Ansicht des Gerichts ein in Serbien wohnender Mann, mit dem sich das Opfer geschäftlich überworfen hatte. Sowohl der Angeklagte als auch der mutmaßliche Auftraggeber hatten im Prozess ihre Beteiligung an der Tat bestritten. (AZ 3590 Js 200907/14)

Der Vorsitzende Richter Volker Kaiser-Klan sprach am 34. Verhandlungstag von einer "Exekution" und "Bildern, die man aus Mafia-Filmen kennt". Der 50 Jahre alte Geschäftsmann sei von dem Angeklagten "eiskalt und brutal abgeschossen" worden. Das Gericht sah den Angeklagten aufgrund einer Kette von Indizien als Täter überführt. "Er wollte das perfekte Verbrechen verüben, doch das gibt es nur ganz, ganz selten", sagte der Richter. So habe der Angeklagte direkt nach der Tat mehrere gravierende Fehler begangen, indem er bei einem Telefonat mit einem Kumpel mehrere verfängliche Äußerungen gemacht habe. Unter anderem hatte er dem Bekannten gesagt, dass er "morgen in der Zeitung lesen wird", was er gerade getan habe. Bei einem Drogengeschäft, so wie es der Angeklagte behauptet hatte, wäre dies wohl nicht der Fall gewesen, sagte Kaiser-Klan.

Der Prozess gegen den Auftragskiller hatte Ende Juli vergangenen Jahres begonnen. Der Angeklagte hatte zunächst noch eine mehrjährige Haftstrafe zu verbüßen, die er aufgrund einer Gewalttat in Berlin erhalten hatte. Deshalb sah das Gericht aus rechtlichen Gründen von der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld ab. Das Verfahren zog sich schließlich aufgrund der zahlreichen Zeugenvernehmungen und Gutachten in die Länge. Darüber hinaus musste auch noch der mutmaßliche Auftraggeber in Serbien ausfindig gemacht und per Videoschalte vernommen werden.

Die Verteidigung, die Freispruch beantragt hatte, wird voraussichtlich Revision gegen das Urteil einlegen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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