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Greenpeace-Demonstranten beenden Protest auf Amazon-Lager

Winsen (Luhe)  

Greenpeace-Demonstranten beenden Protest auf Amazon-Lager

17.07.2019, 05:07 Uhr | dpa

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben ihren Protest gegen die Vernichtung zurückgesandter neuer Waren auf dem Dach eines Amazon-Logistikzentrums beendet. Am Mittwoch kurz nach Mitternacht verließen 32 Demonstranten das Dach im niedersächsischen Winsen, wie die Polizei mitteilte. Alles sei friedlich und "total entspannt" verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Der aus Versandkartons errichtete Schriftzug "Für die Tonne" sei allerdings zunächst oben geblieben. Die Polizei stellte die Personalien der Aktivisten fest - diese erwarten nun Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch.

Die Demonstranten hatten nach Angaben der Umweltorganisation für zweieinhalb Tage auf dem Dach des Amazon-Standorts im Landkreis Harburg ausgeharrt. Insgesamt stellte die Polizei in der Zeit die Personalien von 47 Demonstranten fest. Anlass der Proteste von Greenpeace war der sogenannte "Prime Day", bei dem Amazon am Montag und Dienstag mit besonderen Rabatten geworben hatte. Ziel war es, gegen die Vernichtung neuwertiger Waren zu protestieren, die der Online-Händler als Retouren zurücknimmt.

Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin bei Greenpeace, sagte: "Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen." Nach Darstellung von Greenpeace gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf. Marktführer Amazon hatte dazu im Juni erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder werde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Die Strafanzeigen würden nun bearbeitet und gingen dann an die Staatsanwaltschaft Lüneburg, sagte der Polizeisprecher. Der Betrieb sei aber nicht behindert worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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