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Inspiriert von Clapton: Vogler entdeckt Duo Cello-Gitarre

Dresden  

Inspiriert von Clapton: Vogler entdeckt Duo Cello-Gitarre

17.07.2019, 05:55 Uhr | dpa

Inspiriert von Clapton: Vogler entdeckt Duo Cello-Gitarre. Der Cellist Jan Vogler

Der Cellist Jan Vogler. Foto: Arno Burgi/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Gig mit Eric Clapton bei den diesjährigen Dresdner Musikfestspielen hat den Cellisten Jan Vogler auf eine Idee gebracht - die Verbindung seines Instruments mit der Gitarre. "Das ist eine tolle Kombination", sagte der 55-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. "Die Gitarre hat eine unglaubliche Vielfalt von Farben und kurzen Tönen und das Cello singt halt die langen Melodien."

Vogler gehört zu den weltweit führenden Cellisten. Nach gefeierten Konzerten mit dem finnischen Gitarristen Ismo Eskelinen (Vogler: "Das Publikum ist ausgeflippt") beschlossen sie, das Repertoire für Cello und Gitarre zu erweitern. Die beiden Solisten nahmen ein "Songbook" auf, das Mitte Juni erschienen ist. "Es gibt sehr wenige Gitarristen, die sich so an Streicher anpassen können", sagte Vogler. In der Klassik sei Cello-Gitarre äußerst selten. "Aber ganz viele Amateurgruppen spielen es mit Spaß und Begeisterung."

Wie so oft stand auch bei dieser Entdeckung der Zufall Pate. Bei einer "New Worlds"-Aufführung im Sommer 2018 in Edinburgh (Großbritannien) sei Clapton hinter die Bühne gekommen, erzählte Vogler. "Wir haben uns unterhalten, durch ihn habe ich mich wieder mehr für die Gitarre interessiert." Beim akustischen Teil des Dresdner Clapton-Konzerts im Mai dann jammte Festspielintendant Vogler mit. "Es war das erste Mal, das wir zusammen gespielt haben."

Der aus Berlin stammende Solist und seine Frau, die Geigerin Mira Wang, hatten "New Worlds" mit Hollywood-Schauspieler Bill Murray ("Lost in Translation") entwickelt. Den lernte Vogler einmal auf einem Flug von Deutschland in seine Wahlheimat New York kennen. Ihr gemeinsames Projekt interessierte den britischen Blues- und Rockmusiker Clapton - und Vogler packte die Gelegenheit beim Schopf. Schon zuvor war für ihn klar, Cross-over kommt in die Klassik.

"Die CD ist sehr ungewöhnlich, das meiste davon gibt es überhaupt noch nicht", sagt Vogler. Er hat dafür Kompositionen bearbeitet, wie ein Stück von Niccoló Paganini für Geige und Cello, Tangos, eine spanische Suite oder "Moon River", mit dem Cello als Singstimme. "Manches ist aber auch original, wie die Nocturnes von Friedrich Burgmüller, einem Komponisten der Schubert-Zeit." Mit viel Spaß hätten Eskelinen und er insgesamt 18 Stücke in einem kleinen New Yorker Studio eingespielt. "Das war sehr schön, wir konnten experimentieren und es klanglich zusammensetzen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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