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Einigung im Tarifstreit im Einzelhandel

Hannover  

Einigung im Tarifstreit im Einzelhandel

18.07.2019, 02:10 Uhr | dpa

Einigung im Tarifstreit im Einzelhandel. Verdi-Mütze

Eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/Archivbild (Quelle: dpa)

Gewerkschaft und Arbeitgeber im Einzelhandel von Niedersachsen und Bremen haben sich am Donnerstag auf einen Tarifabschluss geeinigt. Wie der Handelsverband Niedersachsen-Bremen und die Gewerkschaft Verdi mitteilten, verständigten sich die Tarifparteien in der dritten Verhandlungsrunde auf eine Erhöhung der Entgelte um zunächst 3,0 Prozent zum 1. Juli 2019 und um weitere 1,8 Prozent zum 1. Mai 2020. Höhere Tarifgruppen ab einem Tarifgehalt von monatlich mehr als 2579 Euro erhalten an Stelle der prozentualen Erhöhung einen Pauschalbetrag von 77,50 Euro. Überproportionale Tariferhöhungen soll es für die untersten Einkommensgruppen und für Auszubildende geben. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Angesichts einer Umsatzwachstums-Prognose von nominal 2 Prozent liege das Ergebnis am Rande dessen, was den Unternehmen zugemutet werden könne, kommentierte Arbeitgeber-Tarifgeschäftsführerin Karin Schindler-Abbes. Der über zwei Jahre laufende Tarifvertrag biete den Unternehmen aber Planungssicherheit.

"Die Arbeitgeber konnten ihr Vorhaben der Reallohnsenkung nicht durchsetzen", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Sabine Gatz. Das sei ein weiterer Schritt im Kampf gegen die drohende Altersarmut.

Verdi hatte die Tarifverhandlungen mit zahlreichen Warnstreiks begleitet. Die Beschäftigten forderten unter anderem eine Erhöhung des Einkommens um einen Euro pro Stunde, mindestens aber 6,5 Prozent mehr, ein tarifliches Mindesteinkommen von 2100 Euro im Monat sowie 100 Euro mehr für Auszubildende bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten.

Die Arbeitgeber boten einen für 24 Monate laufenden Tarifvertrag mit einer Erhöhung von 1,7 Prozent im ersten und 1,2 Prozent im zweiten Jahr.

Im Einzelhandel in Niedersachsen sind etwa 330 000 Menschen beschäftigt, in Bremen rund 46 000 Menschen. Die bestehenden Tarifverträge wurden zum 30. April gekündigt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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