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Gegen Kriminalität: Polizei-Kameras auf dem Hansaplatz

Hamburg  

Gegen Kriminalität: Polizei-Kameras auf dem Hansaplatz

18.07.2019, 08:45 Uhr | dpa

Gegen Kriminalität: Polizei-Kameras auf dem Hansaplatz. Polizei sucht nach Zeugen

Ein Plakat der Polizei mit der Bitte um Mitarbeit hängt in Hamburg am Hansaplatz. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild (Quelle: dpa)

Drogenhandel, Diebstähle und Körperverletzungen - der Hansaplatz in St. Georg in der Nähe des Hauptbahnhofs gilt als ein Kriminalitätsschwerpunkt. Dagegen sollen Videokameras helfen, die nun in den Testbetrieb gehen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Dieser werde voraussichtlich bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Anschließend werde der reguläre Betrieb aufgenommen. An den Kriminalitätsschwerpunkten Reeperbahn und Jungfernstieg sind bereits Videoüberwachungen eingerichtet.

Innensenator Andy Grote (SPD) sagte: "Jeder soll sich auf dem Hansaplatz jederzeit sicher und wohl fühlen." Durch die Kameras habe die Polizei die Lage dort ständig im Blick und könne notfalls sofort einschreiten. "Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Mix aus Videoüberwachung, einem Glasflaschenverbot und erhöhter Polizeipräsenz einen großen Schritt vorankommen, diesen zentralen Platz wieder lebenswerter zu machen."

Im NDR sagte Grote, dass insgesamt 16 Kameras im Einsatz seien, die Privatbereiche würden verpixelt. Die Aufzeichnungen würden nach 30 Tagen gelöscht, wenn sie keine Beweismittel enthielten.

Der Hansaplatz war bereits von 2007 bis 2009 videoüberwacht worden. Nach einem Umbau des Platzes war die Überwachung nicht wieder aufgenommen worden. Grote hatte dazu früher erklärt, die Kameratechnik habe sich weiterentwickelt. Die damalige Technik sei etwa nur sehr eingeschränkt für die polizeiliche Arbeit nutzbar gewesen, da die Kameras aus rechtlichen Gründen das Bild auf schwarz gestellt hätten, sobald private Bereiche wie Hauseingänge oder Fenster in den Fokus geraten seien. Bei den neuen Geräten sei dies anders. Man könne hineinzoomen, und die markierten Gebäudebereiche blieben verpixelt. Alles andere sei weiterhin klar sichtbar.

Bei der Ankündigung der Maßnahme im März hatte Grote gesagt, von den Anwohnern werde das Vorhaben angesichts der Zustände auf dem Platz größtenteils positiv gesehen. "Es gibt türkische Gemüsehändler, die sagen, wenn das so weitergeht, wähle ich die AfD", sagte Grote damals. Außerdem gebe es in der Bevölkerung einen Wandel. "Wir haben 10 000 Kameras in Hamburg. Und die Akzeptanz und das Bewusstsein, dass das auch ein Sicherheitsgewinn ist, hat sich geändert."

Anders sieht es die Initiative Stattkameras des Einwohnervereins St. Georg. Sie spricht von Ausspähung des öffentlichen Raumes und rief zu einer Kundgebung am Donnerstagnachmittag auf.

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Antje Möller, erklärte dazu, die Videoüberwachung am Hansaplatz sei Teil eines dreiteiligen Gesamtpakets zur Verbesserung der Situation vor Ort. Neben der Videoüberwachung und dem Glasflaschenverbot beinhalte es die Schaffung einer neuen sozialen Anlauf- und Beratungsstelle sowie zwei Vollzeitstellen für zusätzliche Straßensozialarbeit. Damit würden zusätzliche soziale Angebote für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten geschaffen. "Diese Angebote tragen zur Entspannung der Situation am Hansaplatz bei und fördern so ein friedliches Miteinander."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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