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Bildungsministerin Prien gegen Zentralabitur

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Bildungsministerin Prien gegen Zentralabitur

18.07.2019, 11:37 Uhr | dpa

Bildungsministerin Prien gegen Zentralabitur. Karin Prien (CDU)

Karin Prien (CDU), Schleswig-Holsteins Bildungsministerin, ist gegen das Zentralabitur. Foto: M. Skolimowska/Archiv (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat die Forderung nach einem Zentralabitur in Deutschland zurückgewiesen. "In einem föderalen Bildungssystem, das sich im Übrigen seit Jahrzehnten bewährt und beständig weiterentwickelt, ist ein Zentralabitur die falsche Antwort", sagte Prien am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die laufende Debatte. Prien betonte aber: "Wir brauchen deutlich mehr Vergleichbarkeit, einheitliche Prüfungsstandards und weitere Bildungsstandards, nicht nur beim Abitur."

Dagegen forderte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Länder zu raschen Schritten für ein Zentralabitur auf. "Die Diskussion um ein Zentralabitur ist völlig richtig. Sie ist kein Thema für das Sommerloch, sondern muss jetzt ernsthaft vorangetrieben werden", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Die Länder sollten noch in diesem Jahr zu ersten Ergebnissen wie der Verabschiedung eines Fahrplans kommen." Der von der Koalition angestrebte Nationale Bildungsrat könnte für ein Zentralabitur sehr hilfreich sein.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte Anfang des Monats die Debatte angestoßen und ein zentrales Abitur innerhalb von fünf bis zehn Jahren gefordert. Auch OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher empfiehlt Deutschland ein Zentralabitur. "Ein Abitur auf Landesebene macht genauso wenig Sinn, wie dass jeder Provinzfürst seine eigene Währung druckt", hatte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. CSU-Chef Markus Söder erteilte Forderungen nach einem Zentralabitur eine klare Absage. An dem Thema scheiden sich schon seit Jahren die Geister, Bildung ist in Deutschland Ländersache.

Prien betonte, es werde bereits mit Hochdruck an Vergleichbarkeit und einheitlichen Prüfungsstandards gearbeitet. Außerdem müssten die Länder mehr kooperieren und voneinander lernen. "Wer das will, sollte unsere Bemühungen unterstützen, zügig den Bildungsstaatsvertrag der Länder abzuschließen", sagte Prien. "Im Übrigen arbeite ich als Bildungsministerin und als Mitglied der Kultusministerkonferenz für eine bessere Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen der Länder." Darauf - wie auch auf mehr Vertiefung und eine bessere Vorbereitung für ein Studium - ziele die Oberstufenreform in Schleswig-Holstein, die im Schuljahr 2021/22 in Kraft treten solle.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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