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Kieler Hochschule wird nicht Exzellenzuniversität

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Kieler Hochschule wird nicht Exzellenzuniversität

19.07.2019, 05:38 Uhr | dpa

Kieler Hochschule wird nicht Exzellenzuniversität. Christian-Albrechts-Universität

Blick auf eines der Gebäude der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Foto: Carsten Rehder/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Bewerbung der Kieler Universität um den Titel Exzellenzuniversität ist gescheitert. Nach dreijährigem Auswahlprozess wurde am Freitag in Bonn die Entscheidung über die elf ausgewählten Exzellenzuniversitäten in Deutschland gefällt - Kiel war nicht dabei. Das teilte der Kieler Uni-Präsident Prof. Lutz Kipp vor der offiziellen Bekanntgabe mit. Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) musste in Bonn miterleben, wie Kiel leer ausging. In der Kieler Seeburg, einem Uni-Gebäude, verfolgten Kipp und Mitarbeiter den bitteren Ausgang per Livestream.

19 Universitäten und Hochschulverbünde waren zuletzt noch im Rennen gewesen. Die Entscheidung traf die "Exzellenzkommission". Ihr gehörten 39 internationale Vertreter aus der Wissenschaft, die Fachminister der 16 Bundesländer und Bundesforschungsminister Anja Karliczek (CDU) an.

Kiel scheiterte damit mit seiner dritten Bewerbung seit 2005. Der Status als Exzellenzuniversität hätte bedeutet, in die deutsche Spitzen-Wissenschaftsliga aufzusteigen. Jede Exzellenzuniversität erhält insgesamt etwa 100 Millionen Euro zusätzlich in den nächsten sieben Jahren. Kiel hätte 140 Stellen schaffen wollen. 60 Millionen Euro sollten in Personal fließen, 40 Millionen in Sachmittel.

Im Gegensatz zu Kiel gelang es der Universität Hamburg erstmals, als Exzellenzuniversität eingestuft zu werden.

Die besondere Tragik Kiels ist, seit 2005 die Voraussetzungen jeweils für eine Bewerbung erfüllt zu haben und dennoch zu scheitern. Voraussetzung für eine Bewerbung als Exzellenzuni sind mindestens zwei Exzellenzcluster - vom Bund besonders ausgestattete Forschungsvorhaben. Aktuell hat Kiel zwei Exzellenzcluster in der Entzündungsmedizin und Archäologie. Hamburg hat vier Exzellenzcluster.

Kipp hatte diesmal "gute Chancen" für Kiel gesehen, weil die Hochschule als einzige bundesweit die transdisziplinarische Forschung in den Fokus rückt. Das bedeutet nicht nur Zusammenarbeit von Fachdisziplinen, sondern auch mit anderen Akteuren wie der Politik, Wirtschaft und Schulen. Die Uni sollte nach den Vorstellungen Kipps eine Moderatorenrolle in der Gesellschaft übernehmen, um Lösungen für wichtige Probleme zu erarbeiten und selber dazu beizutragen durch ihre Forschung. "Interfaces" lautet ein Grundprinzip dafür. Vereinfacht gesagt will die Uni Kontakträume schaffen für alle Player - aber dieses Konzept reichte am Ende nicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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